Aktuell

SOMMER: „HATTEN EIN LACHEN IM GESICHT“

Im Interview mit den Medienvertretern nach dem 5:0-Kantersieg gegen Arminia Bielefeld spricht Torhüter Yann Sommer über…

…die Bewertung des Spiels: Es war ein perfekter Tag. Wir sind sehr froh, dass wir auf die jüngste 2:3-Niederlage bei der TSG Hoffenheim eine Reaktion gezeigt haben. Wir haben eine klasse Leistung gezeigt, dementsprechend war es sehr schwer für Bielefeld, Druck auf uns aufzubauen. Ich finde, wir haben in allen Belangen ein richtig gutes Spiel gemacht. Wir haben viel Energie auf den Platz gebracht, hatten eine gute Körpersprache, viel Qualität am Ball, ein gutes Positionsspiel und standen sehr kompakt. Zudem waren wir in den Zweikämpfen sehr aggressiv. Wir wollten um die internationalen Plätze kämpfen und das haben wir auch auf dem Platz gezeigt.

…die beiden Treffer von Breel Embolo: Es freut mich sehr für Breel, dass er so ein gutes Spiel abgeliefert und zweimal getroffen hat. Aber ich freue mich natürlich für alle meiner Mannschaftskollegen. Aber klar, tun Breel die beiden Tore gut.

…die Diskrepanz der beiden jüngsten Spiele: Es zieht sich ein wenig durch unsere Saison durch, dass wir zwei Gesichter zeigen. Das ist schwierig zu erklären. In Sinsheim haben wir kein gutes Spiel gezeigt. Gegen Bielefeld war es dann wichtig, dass wir uns selbst auch gezeigt haben, was wir draufhaben. Wir hatten gegen die Arminia viel Spielfreude und auch mal wieder ein Lachen im Gesicht.

…die Chance zu einer Europa-Qualifikation: Wir wissen, dass wir uns keine Fehler mehr erlauben dürfen in dieser Saison. Die Tür zu den internationalen Plätzen ist so lange offen, wie sie offen ist und im Moment ist sie das noch. Wir werden alles dafür tun, um die Mannschaften, die vor uns stehen, noch einzuholen. Wenn wir unsere Aufgaben lösen, so wie wir es gegen Bielefeld getan haben, dann liegt der Druck bei den anderen Mannschaften. Denn wir jagen sie. Ich möchte mit Borussia das Maximum aus dieser Saison herausholen.

…das kommende Quarantäne-Trainingslager: Freuen tue ich mich auf das Quarantäne-Trainingslager nicht. Das muss ich ehrlicherweise sagen. Aber es ist notwendig und sinnvoll. Wir werden dies annehmen und das Beste daraus machen. Es ist ja nicht für lange, und es ist einfach wichtig, dass wir die Saison vernünftig zu Ende bringen.

MIT GROSSER SPIELFREUDE ZURÜCK IN DIE SPU

Der Tag danach: Eine gute Reaktion gezeigt, eine Botschaft an Mamadou Doucouré und eine Pause vor dem Saisonendspurt – alles Wichtige zum 5:0-Sieg der FohlenElf gegen Arminia Bielefeld.

Die Geschichte des Spiels

Die Fohlen waren von Beginn an gewillt, sich nach der jüngsten 2:3-Niederlage in Hoffenheim zu rehabilitieren. „Meine Mannschaft war von der ersten Minute an sehr präsent und griffig“, sagte Cheftrainer Marco Rose. Und das zahlte sich aus: Innerhalb der ersten 20 Minuten zogen die Borussen auf 3:0 davon. Breel Embolo sorgte für die frühe Führung. Kurz darauf legten Marcus Thuram und Ramy Bensebaini per Handelfmeter nach. „Wir haben dem Gegner früh den Zahn gezogen und konnten sehr schöne Tore schießen“, lobte Rose. In der Folge erspielte sich sein Team noch viele weitere gute Chancen, die es aber nicht nutzen konnte. Die Gäste kamen kurz nach Wiederbeginn zu ihren einzigen beiden Gelegenheiten, eine davon entschärfte Yann Sommer bravourös. In der Schlussphase traten die Borussen dann noch einmal aufs Gaspedal und machten den Kantersieg perfekt. Embolo erhöhte mit seinem zweiten Treffer des Abends auf 4:0, ehe der eingewechselte Alassane Plea den Schlusspunkt setzte. „Alles in allem war es über 90 Minuten eine starke Leistung und eine gute Reaktion auf das Hoffenheim-Spiel. Wir haben viel Spielfreude an den Tag gelegt und hatten alles im Spiel drin, was man gegen einen kompakt und aggressiv verteidigenden Gegner braucht“, lobte Rose.

Das Medienecho

Kicker: Dank eines 5:0-Kantersiegs gegen harmlose und wenig bissige Bielefelder wahrt Borussia Mönchengladbach seine Chancen auf das internationale Geschäft. Mit drei Toren schon in der Anfangsphase stellte der VfL die Weichen früh auf Sieg.

Rheinische Post: Borussia Mönchengladbach besiegt Arminia Bielefeld mit 5:0. Die Hoffnung auf Europa lebt damit weiter. Beim Kantersieg kreisen die Gedanken auch um den verletzten Mamadou Doucouré.

Süddeutsche Zeitung: Borussia Mönchengladbach führt die harmlosen Gäste aus Ostwestfalen phasenweise vor und spielt die Partie auch konzentriert zu Ende. Nach dem 5:0 geht der Blick wieder Richtung Europa.

Der Spieler des Spiels

Breel Embolo:Die Wahl zum Spieler des Spiels in der FohlenApp war eine recht klare Angelegenheit. Mehr als 52 Prozent der Stimmen entfielen auf Doppel-Torschütze Breel Embolo, der damit Hannes Wolf (28 Prozent) auf Platz zwei verwies. Embolo stand gestern erstmals seit dem 27. Januar (2:3 in Leipzig) wieder in der Startelf – und das gab dem Stürmer mächtig Auftrieb. Das 1:0 erzielte er nach Hereingabe von Stefan Lainer selbst, beim 4:0 war er nach einer wunderbaren Ballstafette zum zweiten Mal persönlich erfolgreich und das 5:0 von Alassane Plea bereitete er direkt vor. „Breel musste ein paar Tage auf diesen Einsatz warten, den er sich durch gute Trainingsleistungen erarbeitet hat. Er war präsent, spielfreudig und an insgesamt drei Treffern beteiligt. Das war eine starke Leistung von ihm“, sagte Rose.

Die Randnotiz des Spiels

Mamadou Doucouré bleibt das Verletzungspech treu. Der 22-Jährige hat sich im Training die Achillessehne gerissen und muss am Mittwoch operiert werden. Die Fohlen posierten deshalb gestern vor dem Spiel für ein Foto, auf dem sie mehrere Trikots des Franzosen nach oben hielten. „Wir haben ein Bild für Mamadou gemacht, weil er wirklich eine tragische Geschichte erlebt", so Sportdirektor Max Eberl. Rose ergänzte: Es ist wichtig, dass er jetzt Menschen um sich hat, die zu ihm stehen. Wir werden alles dafür tun, ihn zu unterstützen, damit er wieder Licht am Ende des Tunnels sehen kann.“ Doucouré hat seit seinem Wechsel 2016 nach Mönchengladbach bereits mehrere schwere Muskelverletzungen erlitten und kam bislang nur zu zwei Kurzeinsätzen. "Jetzt hatte er sich gerade wieder rangekämpft und dann passiert so etwas“, so Eberl. „Man kann gar nicht in Worte packen, was dieser Junge alles ertragen muss.“

Die Tabellensituation

Mit dem gestrigen 5:0 hat die FohlenElf ihre Chance auf die Teilnahme an der UEFA Europa League gewahrt. Drei Spieltage vor dem Saisonende steht sie mit 46 Punkten auf Platz sieben. Bayer Leverkusen hat als Sechster momentan vier Zähler mehr auf dem Konto. „Durch den Sieg haben wir uns drei Endspiele um das internationale Geschäft erarbeitet. Wenn wir konstant punkten und Bayer nochmal etwas liegen lässt, können wir vielleicht noch oben heranrücken“, sagte Rose. Doch die Borussen müssen auch in den Rückspiegel schauen. Union Berlin liegt punktgleich auf Platz acht, der SC Freiburg (hat noch ein Spiel mehr) mit vier Zählern Rückstand auf Rang neun. „Möglicherweise hält auch der siebte Platz eine Startberechtigung für Europa bereit. Auch dafür wollen wir im Saisonendspurt kämpfen“, betonte Rose.

Der Ausblick

Bevor die FohlenElf die Spielzeit mit den Partien beim FC Bayern München (8. Mai, 18:30 Uhr), gegen den VfB Stuttgart (15. Mai, 15:30 Uhr) und bei Werder Bremen (22. Mai, 15:30 Uhr) abschließt, geht es noch einmal in eine fast zweiwöchige Pause. „Wir haben jetzt fast 14 Tage kein Punktspiel, trotzdem dürfen wir uns in dieser Zeit nicht ausruhen, sondern müssen im Training die nötige Schärfe an den Tag legen, um dann die letzten drei Begegnungen erfolgreich zu bestreiten“, sagte Rose. Mit vier Siegen aus den letzten sechs Spielen hat Borussia aktuell einen guten Lauf, den sie unbedingt fortsetzen möchte. „In den nächsten Partien geht es darum, stets die letzten fünf Prozent abzurufen, die es braucht, um ein Spiel zu gewinnen. Das haben wir zuletzt gegen Frankfurt und Bielefeld geschafft, in Hoffenheim dagegen nicht so gut. Wir müssen daran arbeiten, diese Stabilität konstant hinzubekommen“, so Rose.

 

 

IN DER ZWEITEN HÄLFTE EINE KLARE REAKTION GEZEIGT

Der Tag danach: Eine Systemumstellung, die den Sieg bringt, ein Jubiläum für Oscar Wendt und vorerst ein Sprung in der Tabelle – alles Wichtige zum 2:1 (0:1)-Erfolg der Fohlen gegen den SC Freiburg.

Die Geschichte des Spiels

Borussia ging eigentlich mit Schwung in die Partie, sah sich nach zehn Minuten und einem Treffer von Roland Sallai jedoch 0:1 in Rückstand. In der Folge waren die Freiburger die bessere Mannschaft, die immer wieder durch schnell vorgetragene Angriffe zu gefährlichen Torchancen kam. „Die Freiburger haben eine stark erste Hälfte gespielt, in der wir vor allem über die Flügel große Probleme hatten. Wir kamen immer ein, zwei Schritte zu spät und waren in vier, fünf Situationen sehr offen hinten“, monierte Rose, dessen Team jedoch nur mit einem Tor Rückstand in die Pause ging. „Wir haben dann unsere Grundordnung verändert und sind viel besser aus der Pause gekommen. Von Anfang bis Ende der zweiten Halbzeit haben wir es sehr gut und ordentlich gemacht“, so Rose. Dem VfL gelang acht Minuten nach Wiederanpfiff durch Marcus Thuram zunächst der Ausgleich und nur weitere sieben Minuten später, wieder durch Thuram, die 2:1-Führung. Kurz vor Schluss mussten alle Borussen dann noch mal zittern: Nachdem Kevin Schlotterbeck den Ball im Kasten des mal wieder stark haltenden Yann Sommers untergebracht hatte, suchte Schiedsrichter Christian Dingert den Weg zum Bildschirm am Spielfeldrand und nahm den Treffer nach Studium der Videoaufnahmen zurück. Der Grund: Lucas Höler hatte im vorangegangenen Angriff minimal im Abseits gestanden. „Für mich war es eine klare Abseitsposition, auch wenn das Tor erst fünf Pässe später gefallen ist“, befand Rose und fügte an: „Es war ein wichtiger Sieg für uns. Wir haben einen Rückstand gedreht, indem wir eine klare Reaktion gezeigt haben. Du Jungs haben sich den Sieg über Moral, Kampf und ein paar richtig gute Angriffe und guten Fußball im zweiten Durchgang verdient.“

Das Medienecho

Süddeutsche Zeitung: „In der zweiten Halbzeit zeigten die Gladbacher ein ganz anderes Gesicht. Binnen acht Minuten drehte der Franzose Marcus Thuram mit zwei Treffern eine Partie, die Freiburg aufgrund der ersten Halbzeit niemals hätte verlieren dürfen. Thurams erster Bundesliga-Doppelpack seit zehn Monaten brachte der Borussia einen 2:1 (0:1)-Erfolg und damit den zweiten Sieg nacheinander, nachdem Gladbach mit dem 3:0 auf Schalke vor zwei Wochen eine Serie von sieben Pflichtspiel-Niederlagen beendet hatte.“

Kicker: „Gladbach hat den zweiten Sieg in Folge eingefahren und Freiburg mit 2:1 besiegt. Die Borussia spielte eine schwache erste Hälfte, steigerte sich dann sehr - und hatte am Ende riesiges Glück.“

Rheinische Post: „Borussia Mönchengladbach hat sich dank Marcus Thuram im Kampf um die Europapokalplätze zurückgemeldet und zumindest vorerst den siebten Tabellenplatz in der Fußball-Bundesliga erobert. Die Mannschaft des am Saisonende scheidenden Trainers Marco Rose gewann am Samstagabend nach ganz schwacher erster Halbzeit gegen den unmittelbaren Konkurrenten SC Freiburg noch mit 2:1 (0:1). Mit dem zweiten Sieg nacheinander und nun 39 Punkten konnten die Gladbacher die Trendwende nach einer langen Negativserie einleiten.“

Der Spieler des Spiels

Marcus Thuram: Wie alle Spieler schaltete auch Marcus Thuram nach der Pause einen Gang hoch und hatte mit seinen beiden Treffern den offensichtlichsten Anteil daran, dass die Fohlen die Partie im zweiten Durchgang noch zu ihren Gunsten drehen konnten. Borussias Fans wussten dies zu würdigen und wählten den Angreifer nach der Partie in der FohlenApp mit 66 Prozent aller abgegebenen Stimmen zu ihrem „Spieler des Spiels“. Somit lag der 23-Jährige im zweiten Spiel nacheinander in der Gunst der VfL-Anhänger vorne.

Die Zahl des Spiels

300: Der ausländische Spieler mit den meisten Einsätzen war er schon vorher, mit dem Spiel gegen den SC Freiburg knackte Oscar Wendt nun auch noch die Marke von 300. Pflichtspielen für die Fohlen. Insgesamt lief der 35-jährige Schwede bis hierhin in 24.050 Pflichtspiel-Minuten für Borussia auf, in denen er 19 Tore erzielte und 21 Treffer vorbereitete. Neunmal führte Wendt die FohlenElf zudem als Kapitän aufs Feld, seitdem er vor zehn Jahren von Kopenhagen an den Niederrhein gewechselt war. „Mein 300. Pflichtspiel für Borussia gemeinsam mit den Jungs nach einem Sieg feiern zu können – egal, ob nach einem 5:0 oder 2:1 –, ist natürlich top, das bedeutet mir sehr viel. Darauf bin ich sehr stolz“, sagte Oscar Wendt im Interview nach dem Spiel.

Die Tabellensituation

Durch den Dreier machen die Fohlen in der Tabelle vorerst einen Sprung von Rang zehn auf Rang sieben. Der Rückstand auf die sechstplatzierten Leverkusener beträgt zwar weiterhin vier Zähler. Der Abstand auf den fünftplatzierten BVB ist jedoch von sieben Zählern auf ebenfalls vier Punkte geschrumpft.

Die personelle Lage

Cheftrainer Marco Rose musste gegen Freiburg kurzfristig auf Nico Elvedi verzichten. Der Schweizer Innenverteidiger hatte am Freitag im Abschlusstraining einen Schlag auf die Wade bekommen und fiel deswegen aus. Wegen einer Gelbsperre konnte zudem Ramy Bensebaini nicht mitmischen, Jonas Hofmann hatte aufgrund eines positiven Corona-Tests gefehlt.

Der Ausblick

„Matthias Ginter und Stefan Lainer haben ihre sechste, siebte Englische Woche in Folge hinter sich. Beide sind mausetot“, sagte Marco Rose unmittelbar nach dem Spiel. „Das ist auch eine Erkenntnis: dass es wichtig ist, jetzt mal ein paar Tage durchschnaufen zu können.“ Nach dem Sieg gab Rose seiner Mannschaft daher kurzerhand frei für den darauffolgenden Tag. Die Fohlen haben dadurch zwei Ostertage für sich, bevor sie am Dienstag mit einer Einheit die Vorbereitung auf das Auswärtsspiel am kommenden Samstag bei Hertha BSC (15.30 Uhr) aufnehmen. Bis zu der Partie trainieren die Borussen mittwochs, donnerstags und freitags ebenfalls jeweils einmal.

WENDT: „NACH DER PAUSE MIT HERZ GESPIELT“

Oscar Wendt erzählt im Interview nach dem 2:1-Sieg gegen den SC Freiburg, wie Borussia die Partie nach der Pause drehen konnte, was ihm sein 300. Pflichtspiel für die Fohlen bedeutet und wie er die letzten zwei Monate beim VfL angeht.

Oscar, einen Sieg zum 300. Pflichtspiel von dir für Borussia – danach sah es nach der ersten Hälfte nicht unbedingt aus, oder?

Oscar Wendt: Das stimmt. Ich denke, niemand war mit der ersten Halbzeit zufrieden. Aber zum Glück gibt es im Fußball zwei Halbzeiten. Und ich finde, dass wir in der zweiten Hälfte alles viel besser gemacht haben. Wir haben nach der Pause guten Willen gezeigt, mit Herz gespielt und das Spiel gedreht. Eigentlich hätten wir das Spiel sogar 3:1 gewinnen müssen. Aber am Ende steht ein Sieg, das ist das Wichtigste. Mein 300. Pflichtspiel für Borussia gemeinsam mit den Jungs nach einem Sieg feiern zu können – egal, ob nach einem 5:0 oder 2:1 –, ist natürlich top, das bedeutet mir sehr viel. Darauf bin ich sehr stolz.

Ihr seid eigentlich ganz ordentlich in die Partie gekommen. Wieso war Freiburg nach dem Führungstor bis zur Pause dann aber die bessere Mannschaft?

Oscar Wendt: Es war eine Mischung aus vielem. Wir haben ziemlich gut angefangen. Nach dem Gegentor haben wir aber einfach nicht mehr gut gespielt: Gegen den Ball waren wir nicht gut, auch mit dem Ball war es nicht gut. Das Wichtigste ist aber, dass wir das Spiel gewonnen haben durch eine gute zweite Halbzeit. Jetzt haben wir zwei Siege in Folge einfahren können. Darauf können wir aufbauen, die Leistung aus der zweiten Halbzeit hoffentlich ins nächste Spiel mitnehmen und noch ein bisschen mehr draufpacken. Dann sieht es gut aus.

In der zweiten Hälfte habt ihr in einem veränderten System gespielt. Wie ist das in der Pause zustande gekommen?

Oscar Wendt: Das hat der Cheftrainer entschieden. Marco Rose hat gesagt, dass wir umstellen. Damit haben wir alles richtig gemacht, weil wir dann viel besser gespielt haben im Vergleich zur ersten Halbzeit. Wir waren ja alle enttäuscht in der Halbzeitpause und wollten unbedingt das Spiel drehen. Wir haben uns gesagt, dass wir noch 45 Minuten haben, um das Spiel zu drehen. Lasst uns alles reinhauen – das war unsere Devise. Das haben wir gemacht. Dabei hat uns natürlich geholfen, dass wir das 1:1 ziemlich früh gemacht haben.

Über dein Jubiläum haben wir schon kurz gesprochen. Hast du damals daran gedacht, dass du mal 300 Spiele für Borussia absolvierst, als du vor zehn Jahren von Kopenhagen hierher gekommen bist?

Oscar Wendt: Nein. Das ist ja etwas, was man sich nur schwer vorstellen kann. Ich bin richtig stolz, dass ich für diesen Verein 300 Spiele machen durfte. 300 Spiele in zehn Jahren: Das sind im Schnitt 30 Spiele pro Saison. Das ist eine Konstanz, auf die ich stolz bin. Dass wir dieses Spiel auch noch gewinnen konnten, freut mich umso mehr – auch für die Jungs. Denn wir haben als ganze Mannschaft eine super Reaktion gezeigt in der zweiten Halbzeit.

Die nächste Saison dann ohne Oscar Wendt bei Borussia – erlebst du die aktuelle Zeit vor diesem Hintergrund anders?

Oscar Wendt: Während des Spiels mache ich mir darüber keine Gedanken, das ist dann weit weg. Die Entscheidung ist gefallen, und natürlich genieße ich die Zeit jetzt. Aber ich habe auch vor der Entscheidung die Zeit bei Borussia jeden Tag genossen. Denn, das habe ich immer gesagt, ich fühle mich unfassbar wohl bei diesem Verein und ich liebe die Jungs, ich liebe diese Mannschaft. Es macht deshalb jeden Tag viel Spaß, hierher zu kommen. Aber im Sommer ist nun die Zeit für mich, vor allem aber für meine Familie, meine Frau und unsere drei Kinder, in unsere Heimat zurückzukehren. Das Timing für uns als Familie passt einfach. Die letzten zwei Monate will ich für Borussia nochmal richtig Gas geben und alles für Borussia geben – so wie immer. Dann hoffen wir, dass wir die Saison gut beenden können. Die letzten Tage und vor allem der letzte Tag bei Borussia wird dann wahrscheinlich sehr emotional werden für mich. Aber zum Glück haben wir noch ein bisschen Zeit bis dahin.

Wie sehr schmerzt es, dass du dabei nicht von 54.000 Zuschauern im BORUSSIA-PARK verabschiedet werden kannst?

Oscar Wendt: Klar ist das sehr schade für mich, dass ich nicht die Möglichkeit habe, nochmal in einem vollen BORUSSIA-PARK zu spielen und mich bei den Fans für die Unterstützung zu bedanken, die seit dem ersten Tag immer da war. Wir als Mannschaft hatten immer eine super Beziehung mit den Fans und es ist natürlich schade, dass sie in dieser Saison nicht mehr ins Stadion dürfen. Aber so ist es, man kann nicht alles haben. Aber ich glaube, dass ich in der Zukunft ab und zu in den BORUSSIA-PARK kommen werde, um die Jungs zu besuchen und ein bisschen Fußball zu gucken. Ich hoffe, dass ich dann noch die Gelegenheit bekommen werde, mich bei den Fans zu bedanken.

 

 

"EIN GEBRAUCHTER TAG" - STIMMEN ZUM SPIEL

Nach dem 1:3 der FohlenElf beim FC Augsburg haben wir Reaktionen von Florian Neuhaus, Lars Stindl und den beiden Trainern aufgeschnappt.

Florian Neuhaus:Wir stehen mit leeren Händen da, weil wir einfach unsere Chancen nicht genutzt haben. Ich hatte heute eigentlich ein gutes Gefühl auf dem Platz, weil wir gerade vor der Pause gut nach vorne gespielt haben und endlich mal wieder richtig drin waren im Spiel. Eigentlich hätten wir zur Halbzeit schon klar führen müssen. In der Pause haben wir uns deshalb vorgenommen, genauso weiterzuspielen und uns für unseren Aufwand zu belohnen. Das ist uns aber nicht geglückt. Im Gegenteil – Augsburg konnte dann einen Standard zur Führung nutzen. Wir sind dann zwar mit meinem Tor nochmal zurückgekommen, aber am Ende war unsere Leistung in der zweiten Hälfte auch nicht mehr so gut. Das ist heute ein echt gebrauchter Tag.

Lars Stindl: Es fällt schwer, dieses Ergebnis zu akzeptieren. Wir haben unheimlich viel investiert, hatten ein gutes Positionsspiel und haben im letzten Drittel viele richtige Entscheidungen getroffen. Doch am Ende steht eine Niederlage, weil wir uns für den Aufwand einfach nicht belohnt haben. Selbst nach dem 0:1 haben wir uns nochmal ins Spiel zurückgekämpft. Aber nach dem Ausgleich wollten wir vielleicht etwas zu viel. Das 1:2 ist dann ein ganz dummes Gegentor, bei dem der Ball dem Gegner per Zufall vor die Füße fällt. Mit irgendwelchen Tabellenkonstellationen brauchen wir uns jetzt erstmal nicht mehr beschäftigen. Wir müssen einfach dringend mal wieder ein Spiel gewinnen.

Trainer Marco Rose: Wir bekommen im Moment keine positiven Ergebnisse. Die Jungs investieren extrem viel und auch hier in Augsburg sind sie wieder mit viel Energie aufgetreten. Am Ende haben wir die Tore aber nicht gemacht, aber die Gegentore bekommen. Das führt dazu, dass wir seit geraumer Zeit keine Erfolgserlebnisse hatten. In der ersten Halbzeit hatten der FCA bis auf eine Chance nichts vom Spiel, in der zweiten Hälfte bekommen wir dann ein Standard-Gegentor, haben uns davon aber nicht aus der Ruhe bringen lassen. Wir haben nach dem Ausgleich auf den zweiten Treffer gespielt und dann wieder einen Nackenschlag bekommen. Dennoch haben die Jungs stabil und über weite Phasen spielfreudig gewirkt. Wir befinden uns gerade in einer harten Phase.  

Trainer Heiko Herrlich (FC Augsburg): In der ersten Halbzeit sind wir ganz schwer ins Spiel gekommen. Vier von sechs Großchancen von Mönchengladbach haben wir mehr oder weniger selbst vorbereitet durch einfache Ballverluste. Wir hatten auch keinen Zugriff auf den Gegner und sind viel hinterhergelaufen. Bei dem Elfmeter hatten wir Glück, dass er verschossen wird. Dadurch sind wir im Spiel geblieben. In der zweiten Halbzeit haben wir versucht das umzusetzen, was wir uns eigentlich von Anfang an vorgenommen hatten. Für uns war dann wichtig, dass wir endlich mal wieder ein Tor nach einem Eckball gemacht haben. Da hat man bei den Spielern gemerkt, dass eine gewisse Last weggeht. Wir haben uns danach besser präsentiert, haben besseren Zugriff bekommen und hatten die eine oder andere Balleroberung. Selbst nach dem Ausgleich haben wir es weiter versucht und hatten einige gute Kombinationen in Kontersituationen. Trotzdem muss man natürlich auch sagen, dass die Tore genau zur richtigen Zeit für uns gefallen sind. Wir freuen uns riesig, dass wir gegen so eine Top-Mannschaft die drei Punkte hierbehalten konnten.

1:3 IN AUGSBURG – BORUSSIA BLEIBT WEITER SIEGLOS

Zum Auftakt des 25. Bundesliga-Spieltags hat die FohlenElf trotz klarer Überlegenheit beim FC Augsburg mit 1:3 (0:0) verloren und ist damit in der Bundesliga zum siebten Mal in Folge sieglos geblieben.

Die Fohlen diktierten das Geschehen von Beginn an und erspielten sich in der ersten Hälfte eine Vielzahl an Chancen, die sie aber allesamt nicht nutzen konnten. Die beste Gelegenheit vergab Kapitän Lars Stindl, der in der 38. Minute einen Foulelfmeter verschoss. Auch nach dem Wechsel war Borussia zunächst weiter am Drücker, ehe die Hausherren in der 52. Minute ihre erste Chance nutzten, um durch Ruben Vargas in Front zu gehen. Die Fohlen ließen nicht locker und kamen durch Florian Neuhaus (68.) zum verdienten Ausgleich. Als sie drauf und dran waren, den Spieß komplett zu drehen, stellte der FCA durch Marco Richter (76.) das Spielgeschehen erneut auf den Kopf. Kurz vor dem Abpfiff sorgte dann Ex-Borusse André Hahn (89.) für die endgültige Entscheidung.

AUFSTELLUNG

Im Vergleich zum jüngsten Bundesligaspiel gegen Bayer Leverkusen (0:1) gab es drei Änderungen in der Startformation. Oscar Wendt, Jonas Hofmann und Lars Stindl begannen anstelle von Ramy Bensebaini, Denis Zakaria und Hannes Wolf. Vor Torwart Yann Sommer verteidigten Stefan Lainer, Matthias Ginter, Nico Elvedi und Oscar Wendt. Im zentralen Mittelfeld liefen Jonas Hofmann und Florian Neuhaus auf. Die offensive Dreierreihe bildeten Valentino Lazaro, Lars Stindl und Marcus Thuram. Davor agierte Alassane Plea als einzige Spitze.   

PERSONAL

Die Fohlen mussten auf Christoph Kramer (Kapselbandverletzung) und Ramy Bensebaini (muskuläre Probleme) verzichten. Zudem fehlten weiterhin die Langzeitverletzten Torben Müsel und Julio Villalba.  

HÖHEPUNKTE 1. HÄLFTE

5.: Erste große Gelegenheit für Borussia: Nach einem Ballverlust des FCA schickt Thuram mit einer Kopfballvorlage Neuhaus steil. Der Mittelfeldspieler scheitert freistehend an Gikiewicz.

15.: Die Fohlen machen weiter Druck. Diesmal ist ein Schlenzer von Stindl aus halblinker Position im Strafraum etwas zu hoch angesetzt.

19.: Die Borussen lassen die nächste dicke Gelegenheit aus. Nach Zuspiel von Thuram hat Lazaro freie Bahn. Sein Schuss wird im letzten Moment neben das Tor abgefälscht.

38.: Das ist bitter. Thuram wird im Strafraum von Framberger gelegt. Den fälligen Elfmeter setzt Stindl flach links am Kasten vorbei.

 HÖHEPUNKTE 2. HÄLFTE

52.: Vargas stellt den Spielverlauf auf den Kopf. Nach einer Ecke von Caligiuri steigt der Augsburger Angreifer am höchsten und köpft den Ball unter die Latte – 1:0.

54.: Borussia vergibt die nächste gute Chance. Erst scheitert Thuram an Gikiewicz, den Abpraller köpft Lazaro freistehend neben den Kasten.

57.: Nach einer Flanke von der rechten Seite köpft Thuram knapp rechts am Kasten vorbei.

62.: Thuram zieht von links nach innen und visiert das rechte Eck an. Gikiewicz taucht ab und wehrt den Ball zur Seite ab.

68.: Der verdiente Ausgleich. Wendt behält im Strafraum die Übersicht und legt quer auf Neuhaus, der mit einem platzierten Flachschuss ins rechte Eck trifft – 1:1.

72.: Die nächsten drei Gelegenheiten für Borussia binnen weniger Sekunden: Erst scheitert Plea aus spitzem Winkel. Kurz darauf ist Gikiewicz gegen Neuhaus zur Stelle. Dann köpft Ginter knapp vorbei.

75.: Einer der wenigen gefährlichen Konter des FCA:  Niederlechners Schuss saust rechts am Katen vorbei.

76.: Der FCA geht überraschend erneut in Front. Im Strafraum fällt Richter der Ball vor die Füße, der die Kugel aus sechs Metern unter die Latte jagt – 2:1.

80.: Ein abgefälschter Ball des gerade eingewechselten Herrmann landet bei Gikiewicz.

89.: Das ist die Entscheidung. Nach einem Konter läuft Hahn allein auf Sommer zu und überlupft Borussias Nummer eins aus rund acht Metern – 3:1.

STATISTIK

FC Augsburg: Gikiewicz – Framberger, Gouweleeuw, Uduokhai, Gumny – Strobl (67. Oxford), R. Khedira, Caligiuri (67. Gruezo), Bénes (46. Vargas), Hahn (90.+2 Sarenren Bazee) – Richter (90.+2 Gregoritsch)

Borussia: Sommer – Lainer, Ginter, Elvedi, Wendt (78. Herrmann) – Hofmann, Neuhaus – Lazaro, Stindl, Thuram (78. Embolo) – Plea // Bank: Sippel, Jantschke, Beyer, Lazaro, Reitz, Wolf, Traoré

Tore: 1:0 Vargas (52.), 1:1 Neuhaus (68.), 2:1 Richter (76.), 3:1 Hahn (89.)

Gelbe Karten: keine

Schiedsrichter: Sven Jablonski (Bremen)

Besonderes Vorkommnis: Stindl vergibt Foulelfmeter (38.)

Zuschauer: keine

"ZU WENIG ENTLASTUNG" - STIMMEN ZUM SPIEL

Nach der 2:3-Niederlage der FohlenElf in Leipzig waren wir in beiden Lagern auf Stimmenfang.

Yann Sommer: Wir haben am Schluss das Ergebnis nicht über die Zeit gebracht. Ich fand, dass wir heute die schlechtere Mannschaft waren. Vor allem in der zweiten Hälfte hat Leipzig dauerhaft Druck auf uns ausgeübt – RB hat viele Flanken geschlagen und Pässe in die Tiefe gespielt, dadurch waren wir im Dauerstress und hatten zu wenig Entlastung. So haben wir dann das Spiel noch verloren. Dass der Schiedsrichter die Aktion mit Valentino Lazaro vor dem 2:3 nicht abgepfiffen hat, ist nun mal so. Ich finde schon, dass der Gegenspieler sich damit einen Vorteil verschafft hat, aber wir können die Entscheidung nicht mehr ändern. Wir müssen das Spiel nun abhaken, die richtigen Schlüsse daraus ziehen und dann am Dienstag im Pokal gegen Borussia Dortmund wieder eine gute Leistung zeigen.

Trainer Marco Rose: In der Nachspielzeit noch zu verlieren, ist für die Jungs echt bitter. Natürlich war Leipzig vor allem in der zweiten Hälfte drückend überlegen, auf Grund unserer kämpferischen Leistung hätten wir dennoch ein Remis verdient gehabt. Diesen Punkt hätten wir gerne mitgenommen, weil er uns in der aktuellen Situation gutgetan hätte und vor allem fürs Gefühl sehr wichtig gewesen wäre. Anfangs ist viel von dem aufgegangen, was wir uns vorgenommen haben. Wir wollten vorne mit zwei physisch starken Stürmern viel Präsenz haben und schnell in die Tiefe kommen. Der Substanzverlust wurde dann im Laufe der Partie immer größer. Wir haben dann noch einmal auf Viererkette umgestellt, weil wir das Gefühl hatten, dass uns das defensiv besser tut und wir vielleicht vorne noch einen Spieler mehr haben, der Zugriff bekommt. Aber die Leipziger haben es sehr gut gemacht, und hinten heraus hatten wir nicht mehr die Kraft, um dem standzuhalten.

Trainer Julian Nagelsmann (RB Leipzig): Ich habe mich nach dem Abpfiff riesig gefreut, weil es ein hochverdienter Sieg war. Wir haben in der Anfangsphase zwei Gegentore bekommen, die wir beide sehr schlecht verteidigt haben. Danach haben wir es gut gemacht und die Gladbacher zu vielen langen Bällen gezwungen. Offensiv hatten wir auch schon in der ersten Hälfte viele Aktionen, die hätten gefährlich werden können. In der zweiten Hälfte war es unglaublich gut, wir haben viel Druck gemacht, hatte ein gutes Gegenpressing und vor allem die Einwechselspieler haben für starke Impulse gesorgt. Am Ende sind wir belohnt worden, weil wir immer dran geglaubt haben. Gegen eine gute Gladbacher Mannschaft einen 0:2-Rückstand noch zu drehen, ist nicht so einfach. Der Sieg war tabellarisch sehr wichtig und setzt viele Emotionen und hoffentlich auch Kräfte für die nächsten Aufgaben frei.

27.02.2021

BORUSSIA UNTERLIEGT IN LETZTER MINUTE

Am 23. Bundesliga-Spieltag hat die FohlenElf trotz einer zwischenzeitlichen 2:0-Führung eine 2:3 (2:2)-Niederlage bei RB Leipzig hinnehmen müssen.

Die Fohlen erwischten einen Start nach Maß, Jonas Hofmann (5.) sorgte mit einem verwandelten Foulelfmeter für die frühe Führung. In der 19. Minute legte Marcus Thuram den zweiten Treffer nach. Die Gastgeber hatten im ersten Durchgang zwar deutlich mehr Ballbesitz, kamen gegen kompakt verteidigende Fohlen aber kaum zu zwingenden Chancen. Nach dem Wechsel erhöhten die Sachsen merklich den Druck, die Fohlen sorgten kaum noch für Entlastung. Erst verkürzte Christopher Nkunku (57.) auf 1:2, ehe Yussuf Poulsen neun Minuten später ausglich. In der Schlussphase hielten die Borussen die Leipziger erst einmal weg vom Tor, doch in der dritten Minute der Nachspielzeit sorgte Alexander Sörloth für den bitteren Last-Minute-Schock.

AUFSTELLUNG

Sechs Änderungen nahm Cheftrainer Marco Rose in seiner Startformation gegenüber dem Champions League-Spiel gegen Manchester City (0:2) vor. Anstelle von Stefan Lainer, Ramy Bensebaini, Christoph Kramer, Florian Neuhaus, Lars Stindl und Alassane Plea begannen Jordan Beyer, Oscar Wendt, Denis Zakaria, Hannes Wolf, Marcus Thuram und Breel Embolo. Vor Keeper Yann Sommer verteidigten Jordan Beyer, Matthias Ginter, Nico Elvedi und Oscar Wendt. Das zentrale Mittelfeld besetzten Denis Zakaria und Jonas Hofmann. Die Dreierreihe davor setzte sich aus Valentino Lazaro, Hannes Wolf und Marcus Thuram zusammen. Im Angriff begann Breel Embolo.

PERSONAL

Kurzfristig fielen Tony Jantschke und Stefan Lainer, beide auf Grund von muskulären Problemen, aus. Zudem fehlten weiterhin Torben Müsel (Aufbautraining) und Famana Quizera (Schulterverletzung).  

HÖHEPUNKTE 1. HÄLFTE

5.: Frühe Führung für Borussia. Upamecano rempelt Embolo an der Grundlinie des Strafraums um. Hofmann verwandelt den fälligen Strafstoß mit etwas Glück im rechten Eck – 0:1.

8.: Doppelchance für RB: Erst klärt Ginter einen Halstenberg-Schuss auf der Linie, Sekunden später ist Sommer gegen Olmo zur Stelle.

19.: Borussia legt nach einem tollen Angriff nach. Zakaria erobert den Ball und leitet sofort weiter auf Hofmann. Der gibt weiter auf die rechte Seite, von wo Lazaro auf den zweiten Pfosten flankt. Dort köpft Embolo in Richtung Tor, Thuram fälscht die Kugel noch mit der Schulter ins lange Eck ab – 0:2.

33.: Gute Möglichkeit für die Sachsen: Olmo legt von der rechten Seite zurück auf Sabitzer, dessen Direktabnahme aus zentraler Position deutlich über den Kasten fliegt.

37.: Sommer muss nach einem Steilpass der Hausherren Kopf und Kragen riskieren: Der Schweizer eilt aus dem Kasten und klärt klasse per Grätsche gegen Kluivert.

40.: Ein Befreiungsschlag von Mukiele landet auf den Füßen von Hofmann, der aber zu überrascht ist und aus spitzem Winkel neben den Kasten abschließt.  

 HÖHEPUNKTE 2. HÄLFTE

51.: Durchatmen bei allen Borussen. Nach einer scharfen Hereingabe von Kluivert drückt Sörloth den Ball über die Linie – allerdings mit Hilfe des Arms, weshalb das Tor zurecht nicht anerkannt wird.

57.: RB verkürzt. Halstenberg hat auf der linken Seite zu viel Platz und gibt den Ball flach ins Zentrum, wo Nkunku aus kurzer Distanz unter die Latte trifft – 1:2.

66.: Leipzig gleicht aus. Poulsen zieht aus 18 Metern flach ab und der Ball schlägt mit Hilfe des linken Innenpfostens im Gladbacher Tor ein – 2:2.

72.: Erst pariert Sommer eine Volleyabnahme von Olmo, den Nachschuss schlenzt Kluivert ein ganzes Stück über das Gehäuse.

77.: Riesentat von Sommer, der einen Freistoß von Forsberg aus dem Eck fischt und mit den Fingerspitzen an den Pfosten lenkt.

90.+3: Das ist bitter! Mit einer der letzten Aktionen des Spiels dreht RB den Spieß komplett um. Nkunku flankt von der linken Seite nach innen, wo Sörloth sich Platz gegen Lazaro verschafft und dann aus zwei Metern einköpft – 3:2.

STATISTIK

Leipzig: Gulacsi – Mukiele, Upamecano, Orban, Halstenberg – Adams, Sabitzer (46. Sörloth), Kluivert (76. Forsberg), Olmo, Nkunku (90.+6 Klostermann) – Poulsen

Borussia: Sommer – Beyer, Ginter, Elvedi (61. Bensebaini) –Lazaro, Wendt (79. Stindl) – Zakaria (79. Plea) – Wolf, Hofmann (61. Neuhaus), Thuram (61. Kramer) – Embolo // Bank: Sippel, Herrmann, Traoré, Reitz

Tore: 0:1 Hofmann (6.), 0:2 Thuram (19.), 1:2 Nkunku (57.), 2:2 Poulsen (66.), 3:2 Sörloth (90.+3)

Gelbe Karten: Sabitzer – Elvedi, Stindl

Schiedsrichter: Manuel Gräfe (Berlin)

Zuschauer: keine

27.02.2021

 

 

"NICHT ZWINGEND GENUG" - STIMMEN ZUM SPIEL 

Wir haben uns nach der 1:2-Niederlage der Fohlen gegen Mainz in beiden Lagern umgehört.

Lars Stindl: Wir haben viel Aufwand betrieben und hatten vor allem in der zweiten Hälfte viel Ballbesitz. Jedoch haben wir es nicht geschafft, gefährlich in den Strafraum zu kommen und unsere Überlegenheit in zwingende Torchancen umzumünzen. Es gab zwar zwei, drei Halbchancen, aber es war offensiv einfach zu wenig und nicht zielstrebig sowie konsequent genug. Wir müssen wieder viel präsenter in der Box sein und zu gefährlichen Abschlüssen kommen, um solche Partien zu gewinnen. Wenn ein Spiel so läuft wie das heute, und wir merken, dass an diesem Tag nicht viel geht, wäre es für unsere Entwicklung wichtig, dann wenigstens einen Punkt mitzunehmen.

Yann Sommer: Es ist eine bittere Niederlage für uns und leider das zweite Heimspiel, das wir nacheinander verloren haben. Die Entscheidung von Marco Rose, uns im Sommer zu verlassen, war sicher nicht der Grund dafür, dass wir das Spiel verloren haben. Es ist schade, dass er geht, aber wir als Mannschaft akzeptieren seine Entscheidung. Wir wollen bis zum Ende der Saison gemeinsam mit ihm erfolgreich sein.  Daher gilt es jetzt für uns, nach vorne zu schauen und die Köpfe nach oben zu nehmen. Wir haben am Mittwochabend in der Champions League ein großes Spiel für uns und da wollen wir eine bessere Leistung zeigen als heute.  

Trainer Marco Rose: In der Summe ist es eine bittere Niederlage für uns – vor allem in einer Situation, in der wir Punkte brauchen. Gleich mit dem ersten Schuss der Mainzer sind wir in Rückstand geraten. Ich denke, dass wir darauf aber gut reagiert haben. Bis kurz vor die Box sind wir immer wieder in Räume gekommen, in die wir reinwollten. Dann haben wir vor der Pause auch noch ein schönes Tor geschossen. Letztlich hatten wir aber nicht die nötige Konsequenz, um Mainz noch weiter hinten reinzudrücken und uns noch mehr Torchancen herauszuspielen. Wir haben wieder zwei Gegentore bekommen und hätten daher schon drei selbst machen müssen, um drei Punkte mitzunehmen. Natürlich sind wir grundsätzlich in der Lage dazu. Uns fehlt momentan aber die Überzeugung und Konsequenz in Richtung letztes Drittel. Ich nehme diese Niederlage auf meine Kappe. Im Zusammenhang mit meiner Person gab es in dieser Woche eine Menge Unruhe. Dennoch hatten wir eine sehr gute Trainingswoche. Die Jungs hatten sich viel vorgenommen für heute. Das Ergebnis spielt uns aber natürlich nicht in die Karten.

Trainer Bo Svensson (FSV Mainz 05): Die erste Halbzeit war nicht gut von uns. Wir waren froh, dass wir mit einem Unentschieden in die Pause gegangen sind. Der zweite Durchgang war ein Tick besser, vor allem gegen den Ball. Wir haben nicht mehr so viel zugelassen und sind selbst ein paar Mal gefährlich geworden. Am Ende hatten wir dann natürlich auch das Quäntchen Glück auf unserer Seite. Fußballerisch können wir noch einige Dinge besser machen, aber letztendlich sind wir einfach sehr glücklich über den Sieg.  

20.02.2021

BORUSSIA MUSS SICH MAINZ GESCHLAGEN GEBEN 

Die Fohlen haben am 22. Bundesliga-Spieltag 1:2 (1:1) gegen den 1. FSV Mainz 05 verloren. Lars Stindl erzielte den zwischenzeitlichen Ausgleich für die Fohlen.

Im 30. Bundesliga-Duell zwischen Borussia und dem FSV Mainz 05 bestimmten die Fohlen zunächst das Geschehen. In Führung gingen jedoch nach zehn Minuten die Gäste durch Karim Onisiwo. Davon unbeeindruckt spielten die Borussen in der Folge weiter nach vorne und belohnten sich dafür nach einer knappen halben Stunde mit dem Ausgleich durch Kapitän Lars Stindl (26.). Nach der Pause behielt die FohlenElf die Zügel in der Hand und schaltete, was das Tempo angeht, sogar noch einen Gang rauf. Weil die Rheinhessen aber sehr konzentriert verteidigten und die Räume für die Fohlen damit sehr eng machten, gelang der Mannschaft von Cheftrainer Marco Rose im zweiten Durchgang kein weiterer Treffer mehr. Stattdessen setzten die Gäste in der Schlussphase den entscheidenden Nadelstich, Kevin Stöger markierte den Treffer zum 1:2 (86.).

AUFSTELLUNG

Cheftrainer Marco Rose schickte gegen Mainz die gleiche Startelf aufs Feld wie beim torlosen Unentschieden in Wolfsburg in der Vorwoche. Vor Keeper Yann Sommer verteidigten demnach erneut Stefan Lainer, Matthias Ginter, Nico Elvedi und Ramy Bensebaini. Die Mittelfeldzentrale bildeten Christoph Kramer und Florian Neuhaus. Davor agierten Valentino Lazaro, Lars Stindl und Jonas Hofmann. Als Sturmspitze lief Alassane Plea auf.

PERSONAL

Marcus Thuram und Denis Zakaria, die in Wolfsburg verletzungsbedingt gefehlt hatten, kehrten anstelle von Michael Lang und Rocco Reitz in den Kader zurück. Somit hatte Borussia keine verletzungsbedingten Ausfälle zu beklagen.

HÖHEPUNKTE 1. HÄLFTE

9.: Mainz gibt in Person von Szalai den ersten echten Torschuss der Partie ab. Sein Versuch aus zentraler Position bereitet Sommer aber keine Probleme.

10.: Die Gäste treffen früh. St. Juste schlägt den Ball von rechts weit nach vorne in die Spitze. Dort zieht Onisiwo an Ginter vorbei, hat dadurch halblinks im Strafraum Platz und zieht ab. Vom rechten Innenpfosten schlägt der Ball im Tor ein – 0:1.

12.: Nach einer Flanke von der linken Seite steigt Plea am Fünfmeterraum zum Kopfball hoch. Zentner hat den Ball zunächst, lässt ihn dann jedoch wieder fallen. Es kommt zum Kontakt mit Hofmann, der sich die Kugel vorlegt und zu Fall kommt. Schiedsrichter Markus Schmidt entscheidet zunächst auf Elfmeter, nimmt diesen aber kurz darauf nach entsprechendem Hinweis des Videoschiedsrichters zurück, weil Hofmann bei Pleas Kopfball im Abseits gestanden hatte.

25.: Szalai kommt aus rund 14 Metern mit rechts zur Direktabnahme, trifft den Ball aber nur mit dem Schienbein. Die Kugel rauscht knapp rechts am Tor von Sommer vorbei.