16.03.2021 / 21.00 Quellbild anzeigen vs. Borussia Mönchengladbach
       
       
24.02.2021 / 21.00 Borussia Mönchengladbach 0 : 2 Quellbild anzeigen
       
       
21.10.2020 | 21:00 Inter Mailand 2 : 2 Borussia Mönchengladbach
       

 

       
27.10.2020 | 21:00 Borussia Mönchengladbach 2 : 2 Real Madrid
       
       

03.11.2020 | 18:55

Shaktar Donezk 0 : 6 Borussia Mönchengladbach
       

 

       
25.11.2020 | 18:55 Borussia Mönchengladbach 4 : 0 Shaktar Donezk
       
       

01.12.2020 | 21:00

Borussia Mönchengladbach 2 : 3 Inter Mailand
       
       

09.12.2020 | 21:00

Real Madrid 2 : 0 Borussia Mönchengladbach
       

CL: BORUSSIA VERLIERT HINSPIEL GEGEN CITY MIT 0:2 

Im Achtelfinal-Hinspiel der UEFA Champions League hat die FohlenElf in Budapest gegen Manchester City mit 0:2 (0:1) den Kürzeren gezogen.

Die Fohlen wurden in der Puskás Aréna in Budapest von den seit 25 Pflichtspielen ungeschlagenen Gästen von Beginn an hinten reingedrängt. Allerdings verteidigten die Borussen sehr aufmerksam, so dass trotz der klaren Überlegenheit zwingende Torchancen der Citizens zunächst ausblieben. Dann aber schlugen die Gäste in der 29. Minute mit ihrer ersten klaren Gelegenheit eiskalt durch Bernardo Silva zu. Die FohlenElf kämpfte wacker, hatte gegen den total dominant auftretenden Premier League-Spitzenreiter aber kaum Aktionen nach vorne. Nach dem Wechsel kamen die Fohlen offensiv besser ins Spiel und auch zu guten Szenen. Doch inmitten ihrer besten Phase erhöhte City durch Gabriel Jesus (63.) auf 2:0. In der Schlussphase mühten sich die Borussen vergeblich um den Anschlusstreffer, so dass es am Ende bei der 0:2-Niederlage blieb.

AUFSTELLUNG

Im Vergleich zum jüngsten Bundesligaspiel gegen Mainz (1:2) rückte nur ein neuer Spieler in die Anfangsformation. Anstelle von Valentino Lazaro startete Denis Zakaria. Vor Keeper Yann Sommer bildeten Stefan Lainer, Matthias Ginter, Nico Elvedi und Ramy Bensebaini die Viererkette. Im zentralen Mittelfeld kamen Christoph Kramer und Denis Zakaria zum Einsatz. Die Dreierreihe davor setzte sich aus Florian Neuhaus, Lars Stindl und Jonas Hofmann zusammen. Im Angriff begann Alassane Plea.

PERSONAL

Mit Ausnahme von Torben Müsel (Aufbautraining) und Famana Quizera (Schulterverletzung) standen Borussia alle Spieler zur Verfügung.  

HÖHEPUNKTE 1. HÄLFTE

15.: Sterling taucht gefährlich im Strafraum auf. Als er zum Abschluss ansetzt, ist Bensebaini zur Stelle und bereinigt die Situation mit einer Klasse-Grätsche.

19.: Lainer hat auf der der rechten Seite viel Platz und bringt den Ball nach innen. Plea kommt im Zentrum einen Schritt zu spät – da wäre mehr drin gewesen.  

29.: Die Citizens schlagen eiskalt zu. Joao Cancelo bringt eine Flanke von der linken Seite genau auf Bernado Silva, der mühelos aus kurzer Distanz einköpft – 0:1.

 HÖHEPUNKTE 2. HÄLFTE

54.: Ein Pass von Bensebaini misslingt komplett. Jesus läuft allein auf Sommer zu, zögert aber zu lange, so dass Ginter im letzten Moment noch dazwischen grätschen kann.

60.: Zakaria erobert auf der rechten Seite klasse den Ball. Sein Steilpass auf Plea ist aber zu ungenau. Auch in dieser Szene wäre deutlich mehr möglich gewesen.

63.: Tolle Aktion von Plea! Der Franzose nimmt eine Zakaria-Hereingabe mit der Hacke, der Ball fliegt nur wenige Zentimeter am Kasten vorbei.

65.: City zeigt sich extrem effektiv. Joao Cancelo flankt von links auf den am zweiten Pfosten postierten Bernardo Silva. Der Portugiese legt per Kopf ab für Gabriel Jesus, der den Ball aus einem Meter über die Linie drückt – 0:2.

78.: Gündogan legt am linken Strafraumeck ab für Foden, der die Kugel mit vollem Risiko über das Gehäuse jagt.

90.+3: Nach einem Fehlpass von Rodrigo taucht Wolf kurz vor Schluss plötzlich ganz frei vor Ederson auf, kann den City-Keeper aber nicht überwinden.

STATISTIK

Borussia: Sommer – Lainer (63. Lazaro), Ginter, Elvedi, Bensebaini – Kramer, Zakaria – Neuhaus, Stindl (74. Embolo), Hofmann (87. Wolf) – Plea (63. Thuram) // Bank: Grün, Sippel, Lang, Beyer, Jantschke, Wendt, Herrmann, Traoré

Manchester City: Ederson – Walker, Ruben Dias, Laporte, Joao Cancelo – Rodri, Gündogan, Foden (80. Torres) – Bernardo Silva, Sterling (69. Mahrez) – Jesus (80. Aguero)

Tore: 0:1 Bernardo Silva (29.), 0:2 Jesus (65.)

Gelbe Karten: keine

Schiedsrichter: Artur Dias (Portugal)

Zuschauer: keine (in Budapest)

24.02.2021

ROSE: „HABEN DIE CHANCE, WIEDER IN DIE SPUR ZU KOMMEN“ 

In der digitalen Pressekonferenz vor dem Bundesliga-Auswärtsspiel am Samstagabend (18:30 Uhr) bei RB Leipzig sprachen Cheftrainer Marco Rose und Sportdirektor Max Eberl über die personelle Situation, den kommenden Gegner und eine mögliche Rotation in der Startelf.

Cheftrainer Marco Rose über…

…die personelle Situation: Nicht mit dabei sein wird am Samstag Stefan Lainer. Er hat seit dem Spiel in Budapest Probleme im Oberschenkel. Bei Christoph Kramer und Jonas Hofmann müssen wir schauen, wie es sich bis morgen entwickelt. Auch Ramy Bensebaini ist etwas angeschlagen und fraglich.

…den kommenden Gegner: Wie Manchester City hat auch RB Leipzig mit Julian Nagelsmann einen hervorragenden Trainer. Er steht für attraktiven Fußball und hat Leipzig dieses Jahr auf ein gutes Niveau gehoben. RB spielt sehr konstant und befindet sich in einer guten Form. Es sind klare Abläufe und ein gutes Positionsspiel erkennbar, zudem agiert es sehr flexibel. Leipzig spielt ein gutes Gegenpressing und läuft hoch an. Wir haben uns seine letzten Spiele angeschaut und wissen, was auf uns zukommt. Es wird eine große Herausforderung für uns. In unserer momentan nicht einfachen Situation sehen wir in jedem Spiel die Chance, wieder in die Spur zu kommen und eine gute Leistung zu bringen. Wir sind davon überzeugt, dass wir das können.

…eine mögliche Rotation: Wenn man sieht, was für Ausfälle in Leipzig auf uns zukommen könnten und in Anbetracht des Gesamtkontextes mit dem Fakt, dass wir am Dienstag im DFB-Pokal gegen Borussia Dortmund antreten, wird es in der Startelf ein paar Änderungen geben. Wir befinden uns in einer intensiven Phase. Diese ist sehr speziell, weil wir viele Spiele in sehr kurzer Zeit haben und die Mannschaften um uns herum länger Zeit haben, um zu regenerieren.

…die aktuelle Situation: Am Ende ist das Ergebnis für uns wichtig, weil wir uns aktuell in einer schwierigen Phase befinden und die positiven Ergebnisse gerade eben nicht da sind. Konsequenz, Überzeugung und Vertrauen bekommt man aber vor allem über positive Ergebnisse. Davor steht immer eine Leistung, die wir natürlich bringen wollen. Gegen Manchester City haben wir gut und fleißig verteidigt und auch versucht, hinten heraus, Fußball zu spielen. Leider haben wir keinen guten Übertrag nach vorne geschafft. Das gilt es morgen besser zu machen. Wir haben in Budapest ein paar Umschaltsituationen nicht erkannt und die Bälle dann nicht gespielt. In Leipzig wollen wir daran arbeiten, in diesem Bereich besser zu sein.

…Dauerbrenner Matthias Ginter: Ich würde Matze gerne mal eine Pause geben, aber das ist schwierig, weil er ein unglaublich wichtiger Spieler für uns ist. Er will immer spielen und geht voran. Er hat im Team ein sehr hohes Standing. Ich werde aber mit ihm und den anderen Jungs sprechen, wie sie sich fühlen und wen wir dann am Samstag bringen können oder auch rausnehmen müssen.

…Hannes Wolf: Hannes trainiert sehr gut und fleißig und hatte auch schon ordentliche Einsätze für uns. Natürlich ist er noch nicht so im Rhythmus, wie er sich das auch selbst wünscht. Daran werden wir aber gemeinsam weiter arbeiten. Es ist wichtig, dass er dranbleibt und wir kommunizieren. Hannes wir seinen Weg sicher gehen.

Sportdirektor Max Eberl über…

…die Meisterschaftsambitionen von Leipzig: RB war in den vergangenen Jahren schon oben mit dabei. Leipzig hat sich gute Möglichkeiten erarbeitet und natürlich die Chance, die Meisterschaft zu gewinnen. Ich habe bereits vor der Saison gesagt, dass neben Borussia Dortmund und Bayern München auch RB Leipzig eine Rolle im Meisterschaftskampf spielen wird. Die Leipziger haben sich mit den Leistungen und Qualitäten, die sie haben, in diese Situation gebracht.

…die Bedeutung einer möglichen weiteren Europapokal-Teilnahme: Wir stehen gerade auf dem achten Platz in der Bundesliga. Aber neben der Bundesliga kann man sich über den DFB-Pokal für Europa qualifizieren. Wir planen eine neue Saison immer komplett ohne Einnahmen aus dem internationalen Geschäft. Der Rahmen für die Saison 2021/22 steht demnach schon. Dennoch wäre eine weitere Qualifikation für Europa natürlich vor allem sportlich schön. Aber natürlich ist das für uns kein Selbstläufer und deswegen planen wir damit nicht. Für uns sind es großartige Erfolge, die wir erzielen könnten aber auch immer noch können. Zudem haben wir mit dem Einzug ins Achtelfinale der UEFA Champions League weitere Gelder bekommen, mit denen wir nicht geplant hatten. Was in der neuen Saison ist, werden wir dann am Ende der Spielzeit sehen.

26.02.2021

0:2 in Madrid – Borussia schwach und dennoch weiter!

Chancenlos war Borussia Mönchengladbach beim Showdown in Madrid – Karim Benzema sorgte mit einem Doppelpack für klare Verhältnisse zugunsten von Real Madrid. Die Borussen durften trotzdem jubeln, weil das torlose Remis im Parallelspiel dafür sorgte, dass Gladbach Gruppenzweiter ist.

Marco Rose konnte in Madrid wieder auf Nico Elvedi zurückgreifen, der gegenüber dem Remis in Freiburg am letzten Wochenende genauso wie Marcus Thuram in der Startelf stand. Denis Zakaria und Hannes Wolf blieb zunächst ein Platz auf der Bank vorbehalten. Aufseiten von Real Madrid kehrte Kapitän Sergio Ramos erwartungsgemäß zurück in die Anfangsformation.

Borussia startete eigentlich recht ansehnlich in die Partie und gestaltete die ersten Minuten offen - und durchaus nach vorne orientiert. Doch in der 9. Minute folgte die kalte Dusche für die Elf vom Niederrhein. Stindl spielte am Mittelkreis einen Fehlpass und Real schaltete schnell um. Über Borussias linke Seite ließ Wendt den agilen Lucas Vazquez ungestört aus dem Halbfeld flanken und am zweiten Pfosten hatte Benzema genügend Platz, um zwischen den nicht reagierenden Ginter und Lainer locker einzuköpfen.

Plea vergibt den Ausgleich – Benzema nimmt auch das zweite Geschenk dankend an

Das war natürlich ein viel zu einfacher Gegentreffer für die Borussen, die sich aber zunächst nicht verunsichern ließen. Fast im Gegenzug hatte Thuram nach Zuspiel von Stindl eine Schusschance, als er mit rechts etwas zu zentral auf Courtois zielte (10.). Borussia spielte weiter vernünftig mit und hatte nach 25 Minuten die große Ausgleichschance: Stindl eroberte in der eigenen Hälfte den Ball und leitete einen Konter ein. Neuhaus passte klasse in den Lauf von Plea, der über halblinks in den Strafraum lief. Der Franzose lupfte den Ball mit rechts an Courtois – aber auch am rechten Pfosten vorbei.

Real wurde nun im Passspiel zwingender und zielgerichteter, was den Gladbachern große Probleme bereitete. Die Gäste kamen nicht in die Zweikämpfe und ließen den Madrilenen deutlich zu viel Raum. So wie Elvedi in der 32. Minute, der auf links gerückt war und nur ein interessierter Zuschauer bei einem Tänzchen von Rodrygo war. Der durfte letztlich einfach flanken und in der Mitte bedankte sich Benzema - erneut alleingelassen von Ginter und Lainer - und köpfte zum zweiten Mal locker ein.

Das zweite Gegentor war ein echter Wirkungstreffer

Das war ein echter Wirkungstreffer für die Borussen, bei denen in der Folgezeit kaum noch etwas zusammenlief. Kurzzeitig musste man sogar die Befürchtung haben, dass das Team in sich zusammenfallen würde. Erneut konnte Wendt eine Flanke von Vazquez nicht verhindern, diesmal war Modric der Abnehmer – Sommer und der Pfosten retteten (39.). Vier Minuten später traf Modric dann – zum Glück war zuvor ein Spanier im Abseits, so dass der Treffer nicht gegeben wurde. Die Gladbacher retteten sich mit dem 0:2 in die Pause.

Marco Rose nahm zur zweiten Halbzeit zwei Wechsel vor, brachte Lazaro für Wendt als Linksverteidiger und Zakaria für Embolo. Im 4-3-3 bzw. 4-3-2-1 spielte Stindl nun vorne drin und Zakaria verstärkte das Mittelfeld. Der Effekt blieb allerdings weitestgehend aus. Stattdessen wäre Real nach bekanntem Muster fast zum 3:0 gekommen – Flanke, Kopfball Benzema – diesmal war Sommer zur Stelle (48.). Die Königlichen legten anschließend keinen großen Wert darauf, das Ergebnis noch deutlicher zu gestalten und wechselten in den Verwaltungsmodus.

Drei Aluminumtreffer von Real- Torloses Remis in Mailand ist Gladbachs Eintrittskarte ins Achtelfinale

Das reichte aus, um die sehr harmlosen Gladbacher unter Kontrolle zu halten. Die einzige nennenswerte Chance der Gäste nach der Pause hatte Plea, dessen Schuss am Außennetz landete (65.). Mehr kam nicht von den insgesamt enttäuschenden Gladbachern, die Real nach hinten raus noch einige Chancen gestatteten. Rodrygo traf den Außenpfosten (69.), nach einer Kroos-Flanke wehrte Sommer einen Kopfball von Ramos stark ab und Benzema knallte den Rebound an die Unterkante der Latte (73.). Sechs Minuten später spielte der überragende Lucas Vazquez Doppelpass mit Benzema, ließ Elvedi mit einer Körpertäuschung alt aussehen und setzte den Ball an den Pfosten.

Das Endergebnis von 0:2 war aus Gladbacher Sicht noch sehr schmeichelhaft. Und dennoch durften die Borussen gut zehn Minuten nach dem Schlusspfiff jubeln, weil im Parallelspiel zwischen Inter und Donezk keine Tore gefallen waren. Damit zieht Borussia hinter Real Madrid als Gruppenzweiter ins Achtelfinale der Champions League ein. Das große Ziel ist erreicht, auch wenn der Abend in Madrid sonst wenig Grund zur Freude brachte.

Kurzstatistik zum Spiel:

Real Madrid: Courtois - Vazquez, Varane, Sergio Ramos, Mendy - Casemiro, Modric, Kroos - Rodrygo (74. Arribas), Benzema, Vinicius Junior (74. Asensio)

Borussia Mönchengladbach: Sommer – Lainer, Ginter, Elvedi, Wendt (46. Lazaro) – Kramer (85. Bénes), Neuhaus - Plea, Stindl (85. Wolf), Thuram (85. Herrmann) – Embolo (46. Zakaria)

weiter im Kader: Grün (ETW), Sippel (ETW), Beyer, Lang, Poulsen, Traoré

Tore: 1:0 Benzema (9.), 2:0 Benzema (32.)

Gelbe Karten: - Zakaria

Schiedsrichter: Björn Kuipers (NED)

Zuschauer: -

Untypisch Borussia: Durchgemogelt, statt tragisch zu scheitern

Borussia Mönchengladbach steht im Achtelfinale der Champions League. Das ist ohne Zweifel verdient, auch wenn die Mannschaft beim Showdown in Madrid auf ganzer Linie enttäuschte. Dass es dennoch ein Happy-End gab, ist untypisch für Borussia.

Dass in der DNA von Borussia Mönchengladbach die Tragik des Scheiterns ein fester Bestandteil ist, dürfte mittlerweile jeder wissen. Wem es bisher noch nicht bekannt war, der wird spätestens seit der umfangreichen Berichterstattung im Vorfeld der Partie bei Real Madrid mit diesem Umstand vertraut gemacht worden sein. Das Szenario, dass die Gladbacher nach einer tollen Gruppenphase am letzten Spieltag alles verpatzen und verpassen würden, war für viele eine ausgemachte Sache. Und lange sah es genau danach aus.

Während Marco Rose vor dem Spiel nicht müde wurde, Mut und Entschlossenheit bei seiner Mannschaft heraufzubeschwören, war die Umsetzung auf dem Platz sehr ernüchternd. Obwohl die vermeintlich stärkste Elf ins Rennen geschickt wurde, enttäuschte Borussia auf ganzer Linie. Das hatte natürlich auch mit der Qualität des Gegners zu tun. Real Madrid führte den Borussen ziemlich beeindruckend vor Augen, mit wie viel Überzeugung ein Spitzenteam in so einer komplizierten Lage ein ‘Endspiel’ bestreiten kann. Von der ersten bis zur letzten Minute strahlten die Spieler von Real die absolute Siegesgewissheit aus und ließen zu keinem Zeitpunkt auch nur den Hauch eines Zweifels an der eigenen Stärke aufkommen.

Das Endergebnis von 0:2 drückt die Kräfteverhältnisse nicht mal annähernd richtig aus

Und was setzten die Borussen dem entgegen? Nun, sie spielten in der Anfangsphase ganz gefällig mit. Mehr aber auch nicht. Es gelang ihnen nicht, das Ballbesitzspiel von Real nachhaltig zu blockieren und eigene Nadelstiche zu setzen. Statt eklig dagegenzuhalten und Kroos & Co so richtig auf den Keks zu gehen, ließ man sie größtenteils gewähren. Die Borussen agierten zwar nicht komplett passiv, aber eben auch nicht so ge- und entschlossen, wie es nötig gewesen wäre. Und letztlich machten sie den Madrilenen das Toreschießen viel zu leicht. Eine unbedrängte Halbfeldflanke und ein simpler Kopfball reichten Real, um früh die Weichen zu stellen. Das Abwehrverhalten der Gladbacher - sowohl gegen den Flankengeber, als auch bei der ‘Bewachung’ von Benzema - war völlig untauglich.

Richtig gruselig war es beim 0:2, das nach dem gleichen Muster fiel. Wieder wurde eine Flanke nicht verhindert, wieder stand der Mittelstürmer des Gegners alleine in der Box. Und es hätte im weiteren Verlauf sogar noch schlimmer kommen können, denn Benzema hatte noch zwei weitere Gelegenheiten nach diesem Schema, weil der Lerneffekt bei den Borussen gleich Null war. Die Körpersprache von Ginter und Kollegen drückte vor allem eine große Leere aus. Letztlich darf man sich bei den Fohlen glücklich schätzen, dass viermal das Aluminium rettete und Real früh begann, nicht unnötig Körner zu vergeuden. Das Endergebnis von 0:2 drückt die Kräfteverhältnisse nicht mal annähernd richtig aus.

Ein Streichergebnis steht Borussia zu

Dass die Borussen weit nach Schlusspfiff dennoch ausgelassen über den Platz hüpften und sich freudetrunken in den Armen lagen, mutete angesichts der 90 Minuten befremdlich an. Der Auslöser für den späten Emotionsausbruch war der Abpfiff des Parallelspiels in Mailand, das torlos endete. Genau dieses Remis benötigten die Gladbacher, damit es trotz der Niederlage für Platz 2 in der Gruppe reicht. Das ist wirklich untypisch für Borussia: Statt vor dem Ziel tragisch zu scheitern, hat man sich am letzten Spieltag durchgemogelt, weil die Konkurrenz das passende Resultat geliefert hat. Das ist fast genauso historisch, wie die erstmalige Teilnahme am Achtelfinale der Champions League.

Unter dem Strich ist der zweite Platz für Borussia Mönchengladbach unzweifelhaft verdient. Die Mannschaft hat sich in einer höchst anspruchsvollen Gruppe durchgesetzt, zweimal mit Pech in Mailand und gegen Madrid am Ende noch vier Punkte und unter unglücklichen Umständen zuhause gegen Inter das Spiel verloren. Die beiden überzeugenden Siege gegen Schachtar Donezk werden durch die Gesamtleistung der Ukrainer in dieser Gruppe nachträglich nochmals aufgewertet und letztlich war nur der Auftritt in Madrid schwach. Ein Streichergebnis steht Borussia zu und deshalb dürfen sich alle uneingeschränkt über das Erreichen der K.o.-Runde in der Champions League freuen. Das Thema ‘Tragik des Scheiterns’ wird damit auf das neue Jahr vertagt.

"WIR SIND SEHR ENTTÄUSCHT - STIMMEN ZUM SPIEL 

Nach der knappen 2:3-Niederlage gegen Inter Mailand waren wir im Lager der Fohlen auf Stimmenfang.

Christoph Kramer: Wir haben es nach einer schwierigen Anfangsviertelstunde gut gemacht. Wir hatten lange Ballbesitzphasen, haben Inter so mürbe gemacht und dann verdient das 1:1 erzielt. In einer Phase, in der wir die Partie eigentlich in den Griff bekommen hatten, haben die Mailänder einen Ballverlust von uns eiskalt bestraft. In der letzten Viertelstunde hat Inter tief verteidigt. Wir sind trotzdem noch mit viel Wucht gekommen und haben noch das 3:3 erzielt. Ich finde nicht, dass Embolo stark im Sichtfeld des Torwarts stand. Mit meiner Gladbach-Brille sage ich, es war kein Abseits, aber es ist eine schwierige Situation. Am Ende hat der Treffer nicht gezählt. Das ist dann manchmal so und deswegen haben wir verloren. Darüber sind wir sehr enttäuscht.

Florian Neuhaus: Wir haben uns nach dem 1:0 für Inter wieder gut in die Partie hineingekämpft. Mailand hat sich daraufhin zurückgezogen und wir haben das Spiel kontrolliert. Dann haben wir auch verdient das 1:1 gemacht und sind so in die Halbzeit. Nach dem Seitenwechsel haben wir umgestellt und wollten unbedingt auf den zweiten Treffer gehen. Inter ist dann aber erneut in Führung gegangen und das in einer Phase, wo wir eigentlich am Drücker waren. Dann macht Inter das dritte Tor, wir kämpfen uns wieder zurück, verkürzen auf 2:3 und machen auch noch den Ausgleich, der uns aber noch aberkannt wird. Ob Embolo dabei im Abseits stand, kann ich aber nicht sagen. Es war aber auch sehr schwierig, gegen Inter immer wieder zurückzukommen. Unser Gegner stand sehr kompakt und hat die Räume schnell geschlossen. Nichtsdestotrotz haben wir Lücken gefunden. Am Ende ist es einfach bitter, dass wir zwei Tore gemacht haben und es trotzdem nicht gereicht hat.

Trainer Marco Rose: Wir sind sehr enttäuscht, denn wir waren auch diesmal wieder nahe dran, ein gutes Ergebnis zu erzielen, was das wir auch verdient gehabt hätten. Ich finde, dass wir besser als im Hinspiel in Mailand gespielt haben. Daher ist eine klare Entwicklung nach vorne zu erkennen. Doch Inter hat gut verteidigt, defensiv wenig zugelassen und vorne in den entscheidenden Momenten seine hohe individuelle Qualität ausgespielt. Zudem sind zwei 50:50-Entscheidungen gegen uns gelaufen. Vor dem 1:2 kann man durchaus ein Foul an Marcus Thuram pfeifen. Und beim vermeintlichen 3:3 von Alassane Plea ist die Abseitskonstellation meiner Meinung nach nicht so, dass Breel Embolo dem Torwart die Sicht nimmt oder gar behindert. Aber es ist nicht zu ändern. Jetzt müssen wir eben in Madrid das Ding klar machen.

Ein bitterer Abend für Borussia gegen Inter

Das 2:3 gegen Inter Mailand war für Borussia Mönchengladbach eine richtig bittere Angelegenheit. Besonders die Art und Weise des Zustandekommens der ersten Niederlage schmerzte.

Borussia Mönchengladbach ist einen Spieltag vor Ende der Gruppenphase weiterhin Tabellenführer der Gruppe B. Egal, was am finalen Spieltag in der nächsten Woche passieren wird - Borussia wird in Europa überwintern und hat mindestens Platz 3 und damit die Teilnahme an der K.o.-Phase der Europa League sicher. Das sind die guten Nachrichten. Weniger erfreulich ist die Tatsache, dass Borussia in Madrid etwas mitnehmen muss, um das Achtelfinale der Champions League zu erreichen.

Dass es keine entspannte Reise nach Madrid werden wird, lag an der bitteren 2:3-Niederlage am Dienstagabend gegen Inter Mailand. Dieses Spiel hatte viele Facetten, führte einem aber letztlich nochmals eindrucksvoll vor Augen, dass Borussia Mönchengladbach noch ein gutes Stück von einer wirklichen Spitzenmannschaft entfernt ist. Am Ende setzten sich individuelle Qualität gepaart mit Erfahrung und Abgezocktheit durch. Und natürlich hatte Inter auch das nötige Spielglück - inklusive günstiger Schiedsrichterentscheidungen.

Die Interpretation des Schiedsrichters war regelkonform

Natürlich wäre es aus Gladbacher Sicht viel zu einfach, den ‘Schwarzen Peter’ allein dem Schiedsrichter zuzuschieben. Vor dem 1:2 wurde Thuram gefoult, was der niederländische Unparteiische anders wertete und weiterlaufen ließ. Die Fernsehbilder zeigten, dass der Gegenspieler Thuram auf den Fuß stieg - aber die Interpretation des Schiedsrichters war keine ‘klare Fehlentscheidung’, so dass sich der VAR regelkonform nicht meldete. Das tat er aber beim vermeintlichen 3:3 durch Plea, als er auf die Abseitsposition von Embolo hinwies.

Dass der Schiedsrichter nach Betrachten der Bilder darauf entschied, Embolo habe im strafbaren Abseits gestanden, erzürnte alle Borussen - aber die Regeln geben diese Auslegung her. Es reicht nämlich aus, dass der im Abseits stehende Spieler den Torwart irritiert, weil er möglicherweise den Ball berühren könnte. Und dabei spielt es keine Rolle, dass dem Torwart die Sicht nicht versperrt war und er auch ohne Embolos ‘Hüpfer’ keine realistische Chance hatte, den Schuss zu halten. Das hört sich (mal wieder) ziemlich praxisfern an, aber der Referee konnte das so werten - und tat das zugunsten der Italiener.

Gegen Lukaku ist kein Kraut gewachsen

Selbst den letzten Angriff zum Ende der Nachspielzeit gewährte Danny Makkelie den Borussen nicht - trotz schon provokativer Spielverzögerung von Inter nach der 90. Minute. Ein Heimschiedsrichter, soviel steht fest, war der Niederländer nicht. Dennoch hängt es nicht nur an den Entscheidungen des Referees, dass Borussia die erste Niederlage kassierte. Man musste sich auch der unzweifelhaft vorhandenen Qualität von Inter beugen, die mit ihrem absoluten Zielspieler Lukaku einen Trumpf haben, gegen den kein Kraut gewachsen ist. Zumal ausgerechnet in diesem Spiel durch die Ausfälle von Elvedi und zur Pause Jantschke improvisiert werden musste. Die Dreierkette mit Zakaria erwies sich zwar als gar keine so schlechte Variante, doch Lukaku war in den entscheidenden Momenten einfach zu gut.

Borussia hat gegen Inter nicht enttäuscht. Spielerisch war es gegen diesen Gegner genauso in Ordnung, wie vom Engagement und der Bereitschaft her. An manchen Stellen wurde halt sichtbar, dass nicht Schalke, sondern Inter Mailand zu Gast war. Selbst kleine Nachlässigkeiten fliegen einem direkt um die Ohren. Das muss man in der Konsequenz akzeptieren, auch wenn an diesem Abend sicherlich ein Remis drin war. Nun gilt es, den Ärger beiseite zu schieben und sich auf die so geliebte Dienstreise nach Freiburg zu fokussieren, ehe es dann zum Showdown nach Madrid geht.

LAZARO: „WIR GLAUBEN BIS ZUM SCHLUSS DARAN" 

Nach der knappen 2:3-Niederlage gegen Inter Mailand in der UEFA Champions-League-Gruppenphase sprach Valentino Lazaro über den Spielverlauf, die Qualität von Inter und den aberkannten Treffer von Plea.

…die Bewertung des Spiels: Wir haben etwas Zeit gebraucht, um in das Spiel hineinzukommen und waren die ersten Minuten etwas passiv. Wir haben uns aber gut in das Spiel hineingekämpft und die Partie war insgesamt ausgeglichen. Beide Mannschaften hatten gute Torchancen und es war ein sehr spannendes Spiel. Das 1:2 und 1:3 haben wir etwas zu leichtfertig hergeschenkt. Es ist schade, dass wir verloren haben, aber leistungsmäßig und kämpferisch kann uns keiner etwas vorwerfen.

…die Klasse von Inter: Mailand ist ein Weltklasse-Verein. Auch wenn manche sagen, dass Inter sich in einem Formtief befindet, hat man in einigen Situationen gesehen, was sie für eine Qualität haben. Vorne hatten sie mit Romelu Lukaku einen Stürmer drin, den wir eigentlich ganz gut unter Kontrolle hatten. Mit den wenigen Situationen, die er dann aber hatte, war er an allen drei Treffern beteiligt. Nichtsdestotrotz haben wir gut dagegengehalten und es ist schade, dass es am Ende nicht gereicht hat.

…Romelu Lukaku: Romelu ist ein super Typ, der immer 110 Prozent für seine Mannschaft gibt. Das hat er gegen uns mit seinen Treffern bewiesen. Und das macht er nicht erst seit dieser oder letzter Saison, sondern schon seine ganze Karriere. Er macht unglaubliche viele Tore und deswegen ist er so wertvoll. So einen Stürmer kannst du nicht komplett über 90 Minuten ausschalten.

…den aberkannten Treffer von Alassane Plea: Beim Abseits des aberkannten Tores hat es sich um wenige Zentimeter gehandelt. Breel Embolo ist dem Ball wohl noch ausgewichen. Aus meiner Sicht stand er aber nicht direkt im Sichtfeld des Torhüters und der hätte auch gar nicht mehr reagieren können. Es ist einfach schade, dass es wegen den wenigen Zentimetern nicht zum Ausgleich gereicht hat.

…die Ausgangslage vor dem letzten Spiel:  Auf unsere bisherigen Leistungen in der Gruppenphase können wir stolz sein. Und wir haben nach wie vor die Chance, ins Achtelfinale der Champions League einzuziehen. Wir glauben bis zum Schluss daran und werden im letzten Spiel bei Real Madrid alles geben, um unser großes Ziel zu erreichen.

ELVEDI: „VON BEGINN AN BEREIT UND AGGRESSIV“

Nach dem 4:0-Heimsieg gegen Schachtar Donezk sprach Nico Elvedi über seinen Treffer, die Ausgangslage in der "Königsklasse" und das kommende Bundesligaspiel gegen Schalke.

Nico Elvedi über…

…die Bewertung des Spiels: Wir können sehr zufrieden mit unserer Leistung sein. Wir waren von Beginn an bereit und aggressiv. Wir haben Donezk kaum Räume gegeben, wenige Chncen zugelassen und selbst dann auch die Tore erzielt. Ich denke, insgesamt geht der 4:0-Erfolg absolut in Ordnung.

…seinen Treffer: Lars Stindl hat einen klasse Eckball getreten, ich bin eingelaufen und habe die Kugel richtig gut getroffen. Ich freue mich, dass ich mein erstes Champions-League-Tor gemacht habe.

…die Ausganglage: Die Tabellenführung in der Champions-League-Gruppe ist eine sehr schöne Momentaufnahme. Aber noch haben wir nichts erreicht. Wir haben noch zwei Spiele vor uns, die sehr schwer werden und in denen wir punkten wollen. Aber da bin ich zuversichtlich, wenn wir bei Real Madrid und gegen Inter Mailand so auftreten wie gegen Donezk. Und dann werden wir auch europäisch überwintern.

…die Weiße Weste: Dass wir die Null gehalten haben, ist sehr wichtig. Als Verteidiger bekommt man nie gerne Gegentore, aber zu Null zu spielen, gibt einem auch Selbstvertrauen. Darauf können wir aufbauen.

…den Zusammenhalt der Mannschaft: Man merkt, dass wir die zweite Saison miteinander spielen. Es ist eine Stärke von uns, dass wir zusammenhalten und uns gegenseitig pushen. So haben wir uns auch alle mit Breel über sein erstes Saisontor gefreut.

…das kommende Heimspiel gegen Schalke: Wir haben im Spiel gegen Donezk noch einmal Selbstvertrauen getankt. Samstag wollen wir gegen Schalke auch so auftreten wie gegen Schachtar. Dann habe ich ein sehr gutes Gefühl, dass wir auch in dieser Partie die drei Punkte holen werden.

MIT VIEL SPIELFREUDE EINEN GROSSEN SCHRITT GEMACH 

Der Tag danach: Erneut viel Spielfreude gezeigt, ein Traumtor erzielt und das Überwintern in Europa vorzeitig perfekt gemacht – alles Wichtige zum 4:0-Sieg der Fohlen in der UEFA Champions League gegen Schachtar Donezk.

Die Geschichte des Spiels

„Meine Mannschaft hat es gegen Donezk sehr gut gemacht. Die Jungs haben das Spiel gut angenommen, ergebnisorientiert gespielt und insgesamt sehr viel richtig gemacht“, lobte Borussias Cheftrainer Marco Rose nach Abpfiff der Partie. Gegen den amtierenden ukrainischen Meister hatten die Fohlen im BORUSSIA-PARK von Beginn an den Ton angegeben und immer wieder den Weg nach vorne gesucht. Nach zehn Minuten lautete die deutliche Statistik 3:0 Torschüsse für den VfL. Als Marcus Thuram drauf und dran war den vierten Torschuss vorzubereiten, wurde er im Strafraum vom ukrainischen Verteidiger Serhiy Kryvtsov von den Beinen geholt. Den fälligen Strafstoß verwandelte Kapitän Lars Stindl sicher (17.). Embolo hätte kurz darauf erhöhen können, traf aber nur den Pfosten (21.). So sorgte etwas später Nico Elvedi nach einer Stindl-Ecke per Kopf für das 2:0 (34.). Kurz vor dem Pausenpfiff markierten die Borussen, die vor drei Wochen in Kiew mit einem 4:0 in die Pause gegangen waren, noch das 3:0. So profitierte Embolo nach einem Freistoß von einer unzureichenden Klärungsaktion der Ukrainer und jagte den Ball per Fallrückzieher aus vier Metern ins Tor (45.+1).

Nach der Pause wurden die Gäste zwar offensiv etwas aktiver, die Partie verlor aber insgesamt an Geschwindigkeit. Die Fohlen zogen sich nun etwas zurück, standen defensiv aber sehr stabil. Für den letzten Treffer des Abends sorgte auf den Tag genau fünf Jahre nach dem bis dato letzten Heimsieg der Fohlen in der Königsklasse Oscar Wendt: Eine Freistoß-Hereingabe des Schweden aus dem Halbfeld segelte unberührt durch den Fünfmeterraum und prallte vom linken Innenpfosten ins Tor (77.). „In beiden Partien gegen Donezk haben wir sehr überzeugend gespielt. Die Mannschaft hat große Spielfreude gezeigt“, sagte Sportdirektor Max Eberl. „Wie sie auftritt und nach vorne spielt, dass sie Fußballspielen und ein Ergebnis nicht nur verwalten möchte, ist toll zu sehen und macht sehr viel Freude.“

Das Medienecho

Süddeutsche Zeitung: „Gladbach überlistet Schachtjor Donezk noch einmal - und schießt vier Tore. Mancher Borusse hält nun sogar den Gruppensieg vor Real Madrid für möglich.“

Frankfurter Allgemeine Zeitung: „Auch gegen Donezk lässt die Borussia in der Champions League nichts anbrennen und bleibt weiter Tabellenführer in der schweren Gruppe B. Sehenswerte Tore stoßen die Tür zur nächsten Runde ganz weit auf.“

Kicker: „Borussia Mönchengladbach hat auch das Rückspiel gegen Schachtar Donezk deutlich mit 4:0 gewonnen und sich so eine gute Ausgangslage für die letzten beiden Gruppenspiele erarbeitet. Dabei war die Partie nach hellwachen, spielstarken und effizienten 45 Minuten bereits so gut wie entschieden.“

Der Spieler des Spiels

Breel Embolo: Nach der erneut überragenden und geschlossenen Mannschaftsleistung hätten wieder gleich mehrere Borussen den Titel als „Spieler des Spiels“ verdient gehabt. Letztendlich lag aber Breel Embolo bei der Umfrage in der „FohlenApp“ mit knapp 37 Prozent aller abgegebenen Stimmen in der Gunst der VfL-Fans vorne. Dabei dürfte zum einen das Traumtor des 23-Jährigen per Fallrückzieher zum 3:0 eine Rolle gespielt haben. Für Embolo war es der erste Treffer in der laufenden Spielzeit. Zudem machte der Schweizer erneut insgesamt ein richtig starkes Spiel, war an zahlreichen guten Offensivaktionen der Fohlen beteiligt. „Breel hatte am vergangenen Samstag gegen Augsburg ein paar Chancen, die er nicht verwerten konnte. Infolgedessen kam dann von außen schnell Kritik auf. Die Mannschaft weiß aber, welch wichtige Rolle Breel für sie spielt, wie wichtig er in unserem Spiel ist. Nachdem er kurz zuvor den Pfosten getroffen hatte, hat er sich dann mit einem grandiosen Tor belohnt“, sagte Sportdirektor Max Eberl. „Die Reaktion der Mannschaft auf Breels Tor zeigt, dass das Team in Takt ist, sich für jeden einzelnen freut und Lust hat, weiter zu machen. Der Teamgeist ist ein wichtiger Faktor für uns.“

Die Zahl des Spiels

14: Nach vier Spieltagen in der Gruppenphase der UEFA Champions League weisen die Fohlen ein Torverhältnis von 14:4 vor. Allein der FC Bayern München erzielte in der Gruppe A mehr Treffer (15) als Borussia. Mannschaften wie der FC Barcelona (13 Tore), Manchester United (12) und der FC Liverpool (8) rangieren in dieser Statistik aktuell hinter dem VfL. Zehn ihrer insgesamt 14 Treffer erzielte die Mannschaft von Trainer Marco Rose allein in den beiden Duellen gegen Schachtar Donezk.

Die Tabellensituation

Die Fohlen führen die Tabelle der Gruppe B mit nun acht Punkten weiterhin an. Dahinter rangieren Real Madrid (7 Punkte), das 2:0 gegen Inter Mailand gewann, und Donezk (4). Die Italiener sind aktuell das Schlusslicht mit zwei Zählern. „Nach vier Spielen stehen acht Punkte und ein Torverhältnis von 14:4 für uns zu Buche. Das ist eine beeindruckende Runde, die wir spielen. Den direkten Vergleich mit Schachtar haben wir eindrucksvoll gewonnen“, so Sportdirektor Max Eberl. „In der kommenden Woche zuhause gegen Inter Mailand könnten wir schon einen großen Schritt in Richtung Champions-League-Achtelfinale machen. Die Ausgangslage, die wir uns bis jetzt erarbeitet haben, wollen wir natürlich nutzen.“ Das Überwintern in Europa ist den Fohlen indes bereits schon jetzt nicht mehr zu nehmen. Denn aufgrund der aktuellen Tabellenkonstellation wird Borussia die Gruppenphase mindestens auf dem dritten Tabellenplatz beenden, der zur Teilnahme an der Runde der letzten 32 der UEFA Europa League berechtigt.

Der Ausblick

Viel Zeit, sich über den Sieg gegen Donezk zu freuen, bleibt den Fohlen nicht. Denn schon in zwei Tagen müssen die Borussen wieder in der Bundesliga ran. Zum Top-Spiel des neunten Spieltags empfängt der VfL am Samstagabend (18:30 Uhr) den FC Schalke 04 im BORUSSIA-PARK. So sagte Breel Embolo bereits nach dem Abpfiff des Donezk-Spiels: „Jetzt müssen wir schnell regenerieren und uns dann auf die Bundesligapartie am Samstag gegen Schalke konzentrieren.“ Das Abschlusstraining vor diesem Duell am morgigen Freitag findet, wie derzeit alle Einheiten der Fohlen, unter Ausschluss von Zuschauern statt.

"DER PLAN IST VOLL AUFGEGANGEN" - STIMMEN ZUM SPIEL 

Nach dem 6:0-Kantersieg bei Schachtar Donezk waren wir im Lager der Fohlen auf Stimmenfang.

Lars Stindl: Das war eine sehr gute Leistung von uns. Wir waren sehr konzentriert und ein sehr unangenehmer Gegner für eine eigentlich spielstarke Mannschaft. Wir wollten giftig und eiskalt nach vorne sein. Uns ist vieles gelungen, wir haben aus fast jeder Chance einen Treffer erzielt und so das Spiel sehr früh auf unsere Seite gezogen. Das ist die Art und Weise, wie wir im Moment Fußballspielen. Wir haben die Spiele von Donezk gegen Inter Mailand und Real Madrid begutachtet und wussten, was auf uns zukommt. Wir haben von Beginn an wenig Zweifel aufkommen lassen, was wir vorhaben. Wir haben die Ukrainer früh unter Druck gesetzt und hatten immer wieder Ballgewinne. Vor dem Tor haben wir sehr zielstrebig gespielt und in den richtigen Situationen die Treffer gemacht. Durch Ballbesitzstaffetten haben wir Ruhe in die Partie gebracht und sind nicht zu hektisch geworden. Wir haben die Partie aber auch gut zu Ende gespielt. Aber Alassane Plea hatte auch einen Sahne-Tag und hat uns auf die Siegerstraße geschossen. Wir sind sehr glücklich, dass wir gewonnen haben. Dennoch wissen wir, dass in drei Wochen gegen Donezk ein ganz anderes Spiel auf uns zukommen wird.

Christoph Kramer: Es war eine sehr starke Vorstellung von uns. Wir sind sehr gut in das Spiel hereingegangen, mit einem Plan, der voll aufgegangen ist. Wir wussten, dass Donezk mit der ersten Linie nicht so hoch steht, dafür aber mit der letzten Linie. Wir haben immer wieder gute Lösungen gefunden, hinter diese letzte Linie zu kommen, mit guten Chipbällen über die Außen oder auch über zweite Bälle. So haben wir eine unheimliche Wucht und Dominanz entwickelt, und das war der Schlüssel zum Sieg. Zudem waren wir sehr griffig. Gegen diesen spielstarken Gegner war es klar, dass wir viel den Ball haben wollen und müssen, damit Donezk gar nicht erst ins Spiel findet. Das ist uns hervorragend gelungen.

Trainer Marco Rose: Wir haben in dieser Partie eine Menge, wenn nicht gar alles richtig gemacht. Die Jungs waren von der ersten Minute an da, haben den Gegner unter Druck gesetzt und dadurch viele Bälle gewonnen. Anfangs brauchten wir noch ein wenig Justierung, doch als die Diagonalbälle hinter die Abwehr kamen, sah das sehr gut aus. Die Mannschaft hat den Matchplan super umgesetzt, doch es gehören natürlich auch intuitive Laufwege, wie der von Alassane Plea vor dem 1:0 dazu, den man natürlich vor dem Spiel nicht besprechen kann. Unsere grundsätzliche Staffelung hat uns heute geholfen, dass wir viele Spieler in der Box hatten und dann haben wir auch sehr gut die Räume zu vielen schönen Toren genutzt.

CL: ENTFESSELTE FOHLEN LANDEN KANTERSIEG 

Im dritten Gruppenspiel der UEFA Champions League hat die FohlenElf nach zuvor zwei Remis ihren ersten Sieg gefeiert. Nach einer überragenden Leistung setzte sie sich mit 6:0 (4:0) bei Schachtar Donezk durch.

Vor den leeren Rängen im Olympiastadion von Kiew nahm Borussia von der ersten Sekunde an das Heft in die Hand. Alassane Plea nutzte in der achten Minute gleich die erste Chance zur Führung. Die Fohlen spielten nun wie entfesselt und erhöhten noch vor der Pause durch Christoph Kramer (17.), wiederum Plea (26.) und Ramy Bensebaini (44.) auf 4:0. Im zweiten Durchgang beschränkten sich die Borussen weitgehend darauf, die klare Führung zu kontrollieren. Ihr Torhunger war aber noch nicht gestillt: Lars Stindl (65.) und erneut Plea (78.) legten noch die Treffer Nummer fünf und sechs nach. Mit fünf Punkten aus drei Spielen hat Borussia vorerst die Tabellenspitze der Gruppe B übernommen.

AUFSTELLUNG

Cheftrainer Marco Rose vertraute exakt der gleichen Startelf, die in der vergangenen Woche 2:2 gegen Real Madrid gespielt hatte. Im Vergleich zum Leipzig-Spiel wechselte er dreimal: Für Patrick Herrmann, Breel Embolo und Hannes Wolf spielten Christoph Kramer, Lars Stindl und Marcus Thuram. Vor Keeper Yann Sommer verteidigten Stefan Lainer, Matthias Ginter, Nico Elvedi und Ramy Bensebaini. Im defensiven Mittelfeld kamen Christoph Kramer und Florian Neuhaus zum Einsatz. Davor agierten Jonas Hofmann, Lars Stindl und Marcus Thuram. Als einzige Spitze agierte Alassane Plea.

PERSONAL

Mit Ausnahme von Jordan Beyer, Denis Zakaria (beide im Aufbautraining) und Andreas Poulsen (Schulter-OP) standen Rose alle Spieler zur Verfügung. Zudem waren Kaan Kurt, Mamadou Doucouré, Torben Müsel, Famana Quizera und Julio Villalba in Mönchengladbach geblieben.

HÖHEPUNKTE 1. HÄLFTE

8.: Borussia schlägt mit dem ersten gefährlichen Angriff zu. Lainer gibt den Ball von der rechten Seite scharf ins Zentrum, wo Plea per Direktabnahme flach ins linke Eck trifft – 0:1.

17.: Die Fohlen legen nach. Stindl legt zurück auf Kramer, der aus rund 20 Metern abzieht. Bondar fälscht die Kugel unhaltbar für Donezk-Keeper Trubin ab – 0:2.

26.: Borussia zeigt sich weiter eiskalt. Erneut legt Stindl zurück in den Rückraum. Neuhaus lässt den Ball passieren, weil Plea heranrauscht und das Leder in den Winkel knallt – 0:3.

29.: Erste gute Chance für Donezk: Tete ist auf rechts frei durch, Sommer ist hellwach und per Fußabwehr zur Stelle.

33.: Hofmann versucht es aus spitzem Winkel, Trubin reißt beide Fäuste hoch und wehrt den Ball zur Ecke ab.

36.: Stindl gibt den Ball von rechts nach innen auf Plea, dessen Direktabnahme rechts am Kasten vorbeirauscht.

44.: Bensebaini schraubt sich nach einer Hofmann-Ecke hoch. Der erste Versuch wird geblockt, der Algerier setzt nach und überwindet Trubin aus kurzer Distanz – 0:4.

HÖHEPUNKTE 2. HÄLFTE

56.: Hofmann bringt den Ball von der rechten Seite scharf nach innen. Dodo rutscht herein und klärt aus kurzer Distanz über das eigene Tor.   

57.: Nach der anschließenden Ecke kommt Thuram frei zum Kopfball, Trubin taucht ab und pariert stark, den Nachschuss setzt Elvedi neben den Kasten.

65.: Die Fohlen haben noch nicht genug. Hofmann fängt einen zu kurz geratenen Abstoß ab und legt weiter auf Plea. Der Franzose hat das Auge für Stindl, welcher aus 18 Metern platziert ins rechte Eck abschließt – 0:5.

67.: Fast das 6:0! Eine Volleyabnahme von Neuhaus aus zehn Metern landet in Trubins Armen.

78.: Borussia macht das halbe Dutzend voll. Thuram bedient Plea, der aus acht Metern eiskalt abschließt und seinen dritten Treffer des Abends erzielt – 0:6.

STATISTIK

Donezk: Trubin – Dodo, Bondar, Khocholava, Korniyenko – Maycon (69. Stepanenko), Tete, Marcos Antonio (46. Alan Patrick), Marlos (46. Kovalenko), Solomon – Taison (46. Junior Moraes)

Borussia: Sommer – Lainer (81. Lang), Ginter, Elvedi (81. Jantschke), Bensebaini – Kramer, Neuhaus, Hofmann (75. Lazaro), Stindl (69. Wolf) – Thuram, Plea (81. Traoré) // Bank: Grün, Sippel, Wendt, Reitz, Bénes

Tore: 0:1 Plea (8.), 0:2 Kramer (17.), 0:3 Plea (26.), 0:4 Bensebaini (44.), 0:5 Stindl (65.), 0:6 Plea (78.)

Gelbe Karten: Khocholava, Solomon / Lang

Schiedsrichter: Serdar Gözübüyük (Niederlande)

Zuschauer: keine

 

CL: 2:2 – BORUSSIA SCHRAMMT NUR KNAPP AN ÜBERRASCHUNG VORBEI 

Im zweiten Gruppenspiel der UEFA Champions League hat sich die FohlenElf 2:2 (1:0) von Real Madrid getrennt. Die Gäste glichen durch einen Doppelschlag in der Schlussphase aus.

Vor den leeren Rängen im BORUSSIA-PARK hatte Real im ersten Durchgang zwar deutlich mehr Ballbesitz, biss sich aber an den konzentriert verteidigenden Borussen die Zähne aus. Die Fohlen zeigten sich offensiv total effektiv. Marcus Thuram nutzte in der 33. Minute den ersten gefährlichen Angriff zur Führung. Nach dem Wechsel erhöhte Thuram (59.) gar auf 2:0. Borussia verteidigte diesen Vorsprung bis in die Schlussphase mit viel Leidenschaft. Doch in der Nachspielzeit entriss der spanische Rekordmeister ihr doch noch den Sieg. Erst glich Karim Benzema (87.) aus, ehe in der dritten Minute der Nachspielzeit Casemiro noch für den Ausgleich sorgte. Nach zwei Spieltagen hat die FohlenElf nun zwei Zähler auf dem Konto.

AUFSTELLUNG

Im Vergleich zum jüngsten Bundesligaspiel in Mainz (3:2) rotierten fünf neue Spieler in die Anfangsformation. Anstelle von Tony Jantschke, Oscar Wendt, Rocco Reitz, Patrick Herrmann und Breel Embolo begannen Ramy Bensebaini, Florian Neuhaus, Jonas Hofmann, Marcus Thuram und Alassane Plea. Vor Keeper Yann Sommer verteidigten Stefan Lainer, Matthias Ginter, Nico Elvedi und Ramy Bensebaini. Im defensiven Mittelfeld kamen Christoph Kramer und Florian Neuhaus zum Einsatz. Davor agierten Jonas Hofmann, Lars Stindl und Marcus Thuram. Als einzige Spitze agierte Alassane Plea.

PERSONAL

Mit Ausnahme von Denis Zakaria (Aufbautraining) und Andreas Poulsen (Schulter-OP) standen Rose alle Spieler zur Verfügung. Erstmals nach ihren Verletzungspausen wieder im Kader standen László Bénes und erstmals auch Valentino Lazaro.

HÖHEPUNKTE 1. HÄLFTE

16.: Erste Torannäherung der Gäste. Benzema jagt das Leer aus spitzem Winkel per Dropkick rechts am Tor vorbei.

29.: Kroos packt aus mehr als 20 Metern den Hammer aus. Sommer ist zur Stelle und wehrt den Ball sicher zur Ecke ab.

33.: Die Fohlen schlagen mit dem ersten Angriff zu. Nach einem Doppelpass mit Hofmann spielt Plea einen überragenden Querpass auf Thuram, dessen wuchtige Direktabnahme unter der Latte einschlägt – 1:0.

38.: Asensio taucht auf der rechten Seite des Strafraums frei vor Sommer aus. Borussias Nummer eins reißt die Arme hoch und pariert stark.

HÖHEPUNKTE 2. HÄLFTE

46.: Die bislang größte Chance für Madrid: Nach einer Ecke nimmt Asensio die Kugel aus dem Rückraum volley. Neuhaus lenkt den Ball noch leicht mit dem Kopf an den Pfosten ab.

49.: Vinicus kommt aus zentraler Position recht freistehend zehn Meter Abschluss, jagt das Ding aber deutlich vorbei.

54.: Entlastungsangriff der Fohlen: Kramer geht alleine aufs Tor zu, wird aber im letzten Moment von Casemiro geblockt.

59.: Borussia legt nach. Thuram legt auf die rechte Seite auf Lainer. Der Österreicher flankt auf Plea. Dessen Direktabnahme wehrt Courtois direkt vor die Füße von Thuram ab, der mühelos einschiebt – 2:0.

61.: Riesenchance zum 3:0: Nach Zuspiel von Neuhaus ist Plea frei vor Courtois, bringt den Ball aus kurzer Distanz aber nicht am belgischen Schlussmann vorbei.

65.: Nächste Gelegenheit für die Fohlen: Stindl zielt vom rechten Strafraumeck nur knapp links am Kasten vorbei.

74.: Benzema legt von der Grundlinie zurück auf den eingewechselten Hazard. Der Belgier trifft das Außennetz.

87.: Anschlusstreffer für Madrid! Valverde flankt von rechts auf zweiten Pfosten. Casemiro legt per Kopf zurück auf Benzema, der aus kurzer Distanz zur Stelle ist - 2:1.

90.+3: Das ist bitter. Real kommt in der Nachspielzeit noch zum Ausgleich. Nach einer Flanke von Modric steigt Sergio Ramos hoch und legt ab auf Casemiro, der den Ball aus drei Metern über die Linie drückt – 2:2.

STATISTIK

Borussia: Sommer – Lainer, Ginter, Elvedi, Bensebaini – Kramer, Neuhaus, Hofmann, Stindl (79. Embolo) – Thuram (70. Herrmann), Plea (79. Wolf) // Bank: Grün, Sippel, Jantschke, Lang, Wendt, Reitz, Traoré, Lazaro, Traoré

Real: Courtois – Vazquez, Varane, Sergio Ramos, Mendy – Casemiro, Valverde, Kroos (70. Modric) – Asensio (84. Rodrygo), Vinicius (70. Hazard) – Benzema

Tore: 1:0 Thuram (33.), 2:0 Thuram (59.), 2:1 Benzema (87.), 2:2 Casemiro (90.+3)

Gelbe Karten: Stindl, Bensebaini, Neuhaus / Casemiro

Schiedsrichter: Orel Grinfeld (Israel)

Zuschauer: keine

ACHTERBAHNFAHRT MIT GERECHTEM ERGEBNIS

Der Tag danach: Den Überraschungscoup nur knapp verpasst, ein enttäuschter Spieler des Spiels und das Duell mit Real Madrid vor Augen – alles Wichtige zum 2:2 bei Inter Mailand.

Die Geschichte des Spiels

Im ersten Durchgang  der Auftaktpartie in der UEFA Champions League erlangte Inter erwartungsgemäß die Spielkontrolle, großen Druck baute der italienische Vizemeister jedoch nicht auf. Die Defensive der Fohlen stand sehr sicher und ließ bis auf wenige Szenen hinten kaum etwas zu. Im Spiel nach vorne mangelte es Borussia in der ersten Hälfte jedoch an Präzision und Entschlossenheit. „Wir haben sehr ordentlich verteidigt, allerdings selbst recht wenig Druck nach vorne entwickelt und daher auch keinen Abschluss gehabt“, sagte Cheftrainer Marco Rose. Kurz nach dem Wechsel wurde seine Mannschaft kalt erwischt, Romelu Lukaku nutzte gleich den ersten Angriff, um Inter in Führung zu bringen. Borussia zeigte sich aber nicht geschockt und legte nun vermehrt den Vorwärtsgang ein. „Nach dem Gegentor haben wir mehr Mut gehabt, die Räume besser gefunden und uns besser mit Ball bewegt“, sagte Rose. Nach einem Foul im Strafraum von Arturo Vidal an Marcus Thuram gab es nach einem VAR-Eingriff Elfmeter. Ramy Bensebaini nutzte den ersten Torschuss der Fohlen zum 1:1 (63.). In der spektakulären Schlussphase entwickelte sich die Partie zu einer Achterbahnfahrt. Lautaro Martinez traf den Pfosten, im Gegenzug schickte Florian Neuhaus mit einem Traumpass Jonas Hofmann auf die Reise, der Inter-Keeper Handanovic mit einem Tunnel überwand und Borussia sechs Minuten vor Schluss in Führung brachte. Zum Überraschungscoup reichte es für sie trotzdem nicht, weil Lukaku in der 90. Minute nach einer Ecke ein zweites Mal zuschlug und zum 2:2 ausglich. „Wenn du so spät in Mailand führst, hättest du natürlich gerne die drei Punkte mitgenommen. In Summe war es aber ein gerechtes Unentschieden“, bilanzierte Rose.